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Nur Visionen bringen die Menschen voran.

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Mal ganz ehrlich gesprochen….

Erstellt von admin am 16. März 2011

Ing. Ferdinand Zisser

Kennst Du das Gefühl, wenn Dir Dein Gegenüber etwas sagt und Du weißt genau, dass es nicht stimmt. Nicht das es gelogen wäre. Es ist auch nicht die Wahrheit. Ein Bekannter, der begeisterter Casinogeher ist, will Dir weismachen, er mache sich nichts aus Geld. Er habe aus innerer Überzeugung von einem Mercedes E-Klasse auf einen Opel Astra gewechselt. Eine Nachbarin will ins Einkaufszentrum Oberwart fahren um Obst und Gemüse zu kaufen. Zurückgekommen, parkt Sie gleich in der Garage. Aus dem Fond des Wagens strahlen die Farben der Sackerl von H&M, Orsay, Pimky und Konsorten. Die ältere Dame bittet den Taxifahrer doch die Tragetaschen in die Wohnung zu tragen, die Gesundheit wolle nicht mehr so wie früher. Eine Stunde später gewinnt sie den dritten Satz im Tennis gegen Ihre Kumpanin.

Du hörst es oder beobachtest es und Dein inneres Ich hat es längst erkannt. Da will einer was vertuschen. Da schwindelt sich jemand vorbei. Aus welchem Grund auch immer, mogelt Dein Gegenüber. Das innere Ich in Dir hat das festgestellt. Dein inneres Ich ist so etwas wie eine Gummizelle aus der nichts nach Draußen gehen kann und auch nichts nach Innen dringen kann. Es ist wie ein akustisch toter Raum bei dem die Wände mit schallabsorbierenden Kunststoffwaben ausgekleidet sind. Sie unterbinden die Schallreflexionen. Dieses innere Ich ist durch nichts beeinflussbar. Es widerspiegelt genau das, was Du persönlich für die Wahrheit hältst, unbeeinflussbar und ehrlich. Es ist vergleichbar mit dem Gefühl das ich hatte, als meine Mutter mich ertappte. Ich hatte von meinem Besten Freund einen kleinen Indianer aus den Linde Kaffeepackungen mit nach Hause genommen, ohne sein Wissen. Die Mutter sprach mich darauf an. All mein beharrliches Leugnen, ich sei es nicht gewesen, half nichts. Sie hatte Beweise und mein inneres Ich mahnte mich: sei ehrlich. Du ziehst den Kürzeren. Ich lenkte ein bevor ich tränenüberströmt und reuig meine Schuld eingestand.

Dieses innere Ich hat den Kollegen als Spielsüchtigen entlarft der in Geldnöten ist. Die Nachbarin ist wie viele Menschen nicht resistent gegen das Kaufvergnügen in Modehäusern und die Oma ist froh darüber, dass Sie durch Ihr Alter Vorzüge, wie das Taschenhineintragen einfordern kann, im Bewußtsein, dass sie es noch nicht nötig hätte.

Im Leben kommen Dir und mir täglich solche Szenen unter. Ich möchte mein inneres Ich nach außen kehren und einfach nur mal ganz ehrlich sein……

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