ZisserF

Nur Visionen bringen die Menschen voran.

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Einfach überfordert

Erstellt von ZisserF am 4. August 2015

Magdeburg, X. FDGB-Pokal, Hans Jürgen HeinschPolitiker und Politikerinnen (der überwiegende Teil) sind nicht faul, korrupt oder böse. Sie sind einfach überfordert. Mächtige neigen dazu beratungsresistent zu sein. Komplexe Themen werden nicht im Wesentlichen erfasst. Der Wille des Volkes nicht mehr wahrgenommen.
Es ist Zeit, dass der Souverän wieder das Ruder übernimmt. Der Souverän, dass sind wir Bürgerinnen und Bürger eines Staates. Wir wollen wieder direkt ins Geschehen eingreifen über die direkte Demokratie. Auf unseren Hausverstand können wir uns verlassen, das haben wir in Zwentendorf und in Hainburg bewiesen. Und selbst Fehlentscheidungen kann der Souverän immer wieder rückgängig machen.
Unser Hausverstand will, dass alle im Staat anteilsmäßig Steuern zahlen, auch Konzerne. Er will, dass nur die Zentralbank Geld macht und nicht Banken die daraus Gewinne ziehen. Er will, dass Leistung bezahlt wird und nicht das Geschäft mit Geld. Er will, dass Vermögen gleichmäßiger verteilt wird. Er will, dass viele Ressourcen allen zum Wohle gereichen und nicht Einzelnen. Er will, dass Zinsen, die dem kleinen Mann schaden und den großen Konzernen und der Finanzindustrie Vorteile bringen abgeschafft werden. Er will, dass niemand Geld mit Geld machen kann sondern nur mit Arbeit. Er will, dass der Staat über der Wirtschaft steht.
Euch Politikerinnen und Politikern braucht nicht bange zu werden. Wir brauchen Euch auch in Zukunft, um unsere Entscheidungen umzusetzen. Fragt uns und ihr werdet immer richtig liegen. Fragt uns und in unserer Demokratie wird wieder etwas weitergehen, zum Wohle aller. Euer Souverän.

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Zwei-Klassen Kultur

Erstellt von ZisserF am 14. September 2014

Staatsoper1Nehmen wir an, ich sei der Chef über ein erfolgreiches österreichisches Opernhaus oder Theater. Das Haus wird massiv von der öffentlichen Hand subventioniert. Die Qualität der Produktionen ist ausgezeichnet, das Haus äußerst gut ausgelastet. Besucherinnen und Besucher suchen sich im Spielplan Termine, finden im Online-Buchungssystem freie Plätze am gewünschten Abend und kaufen die Karten. Alles ist gut. Es kann vorkommen, dass manche Aufführungen schon wenige Minuten nach der Buchungsmöglichkeit im Online-System verkauft sind; auch gut. Dann komme ich auf die Idee den Kartenverkauf umzustellen. Ich vergebe erst einmal alles an eine ausgelagerte Gesellschaft. Nun kann der Besucher im Spielplan Termine finden, im Online-System nach freien Plätzen suchen und nur mehr Wunschplätze angeben und einen Buchungswunsch deponieren. Der Besucher hat also einerseits ein Echtzeit – Online Programm, das ihm Wünsche äußern lässt, buchen kann er dabei noch nicht. Die Karten werden nun “zugeteilt”. Es erinnert mich an Zeiten des Kommunismus in Osteuropa, auch dort ist alles nur “zugeteilt” worden. So weit, so nicht mehr gut. Der Besucher kann sich einen Wunschplatz aussuchen, ob er diesen Platz zugeteilt erhält, weiß er zu einem von ihm anzugebenden Datum. Die Verantwortung für die Wahrscheinlichkeit mit der ein Wunschplatz zugeteilt wird, wird auf den Besucher abgeschoben. Wer am Besten gleich ganze Karten-Kategorien statt einzelner Plätze auswählt, hat größere Chanchen einen Platz zu ergattern. Wie erfolgt nun  die Zuteilung der Karten? Im Kleingedruckten ist es  kaum zu finden. Wenn der Besucher nachfragt, so wird ihm die entsprechende Auskunft gegeben. Besucher können eine eigene Karte beantragen mit der sie quasi eine Art  Mitglied der Kartenverkaufsgesellschaft werden. Mit dieser Karte können sie auch eine Zahlfunktion verquicken. Nun zur Zuteilung: Wenn Sie keine Karte haben, sind sie als letztes dran.

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