ZisserF

Nur Visionen bringen die Menschen voran.

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Geschäftsidee III: “Medienpeitsche”

Erstellt von ZisserF am Dienstag 20. November 2012

Situation: Jean Ziegler beschreibt in seinen Büchern und Vorträgen; die Rettung der Gesellschaft, ja der Welt, könne durch ein Erstarken der Zivilgesellschaft vonstatten gehen. Im Grundansatz pflichte ich ihm bei. Diese Sichtweise impliziert, dass das Vertrauen in die Politiker nicht groß genug ist. Denn deren Aufgabe ist die Organisieren der Gesellschaft und deren Job muss dann wohl mangelhaft sein. Dieses “Gefühl”  dürfte auch dem Grundtenor in der Gesellschaft immer mehr entsprechen. Ich ergänze noch, dass die vermehrte Führung der Gesellschaft durch die Wirtschaft, auch ein Ausläufermodell ist. Doch was bleibt dann übgig? Wie soll sich die Zivilgesellschaft über die Familien- und Verwandtschaftsgröße oder über die ArbeitskollegInnen- und Facebookgemeindegröße hinaus organisieren? NGO´s, non gouvernement organisations sind nach meiner Empfindung derzeit das probateste Mittel um die Missstände in unserer Gesellschaft aufzuzeigen. Sie können mobilisieren und dann Druck aufbauen um Veränderungen durch die Politik  zu bewirken. Ihre Möglichkeiten sind – zugegeben – auch sehr begrenzt.  Mir fällt dazu ein organisatorisches Element ein, das klassische Kampagnenarbeit ergänzen oder vielleicht sogar ersetzen könnte. Es setzt da an, wo schwer erkämpfte mediale Aufmerksamkeit für eine gute Sache oft von den Widersachern der Akteure (meist aus der Wirtschaft) mit Unmengen an Geld für Inserate und Kampagnen wieder neutralisiert wird. Zudem ist dieses Werkzeug in hohem Maß demokratisch. Vielleicht sogar als Werkzeug für politische Agenden und Organisation einsetzbar. Webbasierend ist es zudem auch, was in Zeiten wie diesen, kein Nachteil ist.

Idee: Nur natürliche Personen, also keine Firmen oder Organisationen, können Mitglied bei “Medienpeitsche” werden. Jedes Mitglied kann Vorschläge für Kampagnen einbringen. Das können Slogans sein, Aufrufe, Unterschriftenaktionen oder Ähnliches aus allen Bereichen des Menschen, der Gesellschaft und der Umwelt. Die Kampagnen werden auf die Website gestellt. An prominenter Stelle ist ein Balken zu sehen der anzeigt, wieviele Stimmen für die einzelnen Kampagnen bereits abgegeben wurden. Jede Stimmabgabe durch ein Mitglied kostet diesem 1,- 5,- 10,- oder 20,- Euro. Der Betrag kann vom Konto abgebucht werden oder per SMS bezahlt werden. Das Mitglied entscheidet, welcher dieser 4 Geldbeträge gezahlt wird. Jedes Mitglied kann pro Kampagne nur einmal stimmen. Firmen und Konzerne sind ausgenommen (keine natürlichen Personen) und haben damit keinen Einfluss auf die Ergebnisse. Was geschieht mit dem gewonnen Geld? Es wird in Form von Inseraten in Medien ausgegeben. Je nachdem ob es sich bei den Kampagnen um regionale, nationale oder internationale Themen handelt, werden die Medien vor – ausgewählt. Geschaltet wird, je nach vorhandenem Geld monatlich bis täglich. Die Größe und Intensität der Schaltungen wird ausschließlich von den abgegebenen Stimmen und den zugesagten Geldbeträgen abhängig gemacht.

Auf der Website ist dargestellt, wie sich die einzelnen Kampagnen entwickeln. Was kann damit erreicht werden? Vor Allem große Wirtschaftsunternehmen aber auch politische Interessensvertretungen, die große Geldmengen einsetzen um ihre Botschaften an den Mann zu bringen und oft auch Interesse an der Manipulation der Zielgruppen haben, können durch die “Medienpeitsche” mit ihren eigenen Mitteln geschlagen werden. Der Unterschied ist, dass das was an Kampagnen umgesetzt wird, demokratisch entsteht und in hohem Maße gefeit vor Manipulationen ist. Der Nutzen für die Mitglieder besteht in der Genugtuung seine Stimme für oder gegen etwas sichtbar und erkennbar eingesetzt zu haben.

Meine ersten Kampagnen wären: Ja zum Verbot der Spekulation gegen Lebensmittel (international)! Jetzt – ein österreichweit einheitliches Jugendschutzgesetz (national)! Ja zur Zusammenlegung der Gemeinden des Bezirkes Hartberg zu 5 Großgemeinden (regional)!