ZisserF

Nur Visionen bringen die Menschen voran.

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Geschäftsidee II: “Seniorentelefon”

Erstellt von ZisserF am Dienstag 30. Oktober 2012

Situation: Unsere Gesellschaft ermöglicht es, immer älter zu werden. 100 jährige Menschen sind längst keine Seltenheit mehr. Doch es ist ein Unterschied ob jemand bis zu seinem Tode eigenständig und einigermaßen gesund leben kann oder ob er die letzten Jahrzehnte seines Daseins auf die Hilfe anderer angewiesen ist  oder gar ein sog.  Pflegefall ist. Seniorentrainings sind ein probates Mittel um das Altwerden zu begleiten und durch geistiges, körperliches, motorisches und kommunikatives Training den Alterungsprozess zu verlangsamen. Ziel ist es, möglichst lange in den eigenen vier Wänden, mit möglichst wenig Hilfe von Außen zu leben. Gegen die körperliche und geistige Alterung kann ich alleine oder in Gruppen Übungen machen, die diesen Prozess verlangsamen. Was ist aber mit dem schrittweisen Wegfall von Kommunikationsmöglichkeiten. Ältere Menschen verlieren ihre Partner, ihre Nachbarn, ihre Freunde. Die Zahl der Menschen mit denen sie kommunizieren ist oft auf wenige Verwandte aus dem engsten Kreis beschränkt oder auf Pflegekräfte. Einsamkeit und Depression können die Folge sein. Dabei ist das Reden und das Gehörtwerden ein enorm wichtiger Faktor, der das Wohlbefinden des alten Menschen beeinflussen kann. Man kann den Verlust an Kommunikationsmöglichkeiten kostengünstig über das Telefon kompensieren.

Idee: Eine zu betreuende Person oder deren Angehörige entscheiden sich für die Dienste des Seniorentelefons. Die Betreuungsperson, eine nahe Angehörige, ein Arzt, sowie jene zwei Personen (Telefonisten), die die Telefonbetreuung hauptsächlich durchführen werden, besprechen als nächstes den Umfang, die Art und die Themen der Dienstleistung. Daraufhin erfolgt ein ausgiebiges Kennenlerngespräch zwischen Betreuungsperson und den Telefonisten im Wohnbereich der Betreuungsperson. Ein erstes Kennenlernen von Angesicht zu Angesicht ist die Voraussetzung für den späteren, nur auf die Telefonie beschränkten Kontakt. Der Umfang der Dienstleistung kann von wöchentlichen Telefonaten bis hin zu mehreren Anrufen täglich gehen. Der/die SeniorIn kann angerufen werden oder selbst anrufen. Inhalte gibt es viele. Es kann eine Tagesstruktur geschaffen werden. Es wird über vorhandene Krankheitsbilder und Beschwerden und Medikamenteneinnahmen gesprochen. Es kann der körperliche und psychische Zustand bewusst oder unbewusst abgefragt werden. Es können geistige Aktivierungselemente wie Rätsel, Aufgaben und Aufforderungen zu Turnübungen ebenso Inhalte der Telefonate sein, wie einfaches Reden über Hobbies, aktuelles Geschehen, Verwandte, die Jugendzeit und das Leben selbst. Abgewickelt wird die Dienstleistung über ein Callcenter in dem die Anwesenheitszeiten der betroffenen Telefonisten auch durch die Bedürfnisse der Betreuungspersonen gesteuert sind. Die Vorteile für alle Beteiligten sind auf der Hand. Betreuungspersonen können ihre natürlichen Kommunikationsdefizite ausgleichen. Sie werden zudem unbewusst oder bewusst beobachtet um im Bedarfsfall beim Auftreten von Krankheiten rasch reagieren zu können. Angehörige werden durch das Seniorentelefon zeitlich deutlich entlastet. Weiterentwickelt kann das Seniorentelefon werden, indem man nicht nur über Telefon sondern über Bildtelefonie oder internetbasierende Plattformen die Leistungen anbietet. Leistungserbringer können Callcenter, Hilfsorganisationen, Gesundheitseinrichtungen oder sogar die Gesundheitsbehörden sein (Präventionscharakter).