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Mehr Macht den Superreichen

Erstellt von ZisserF am Montag 5. September 2011

Wer das Geld hat, hat die Macht. Dieses Sprichwort ist alles andere als demokratiefördernd. Es  ist ideale Vorlage für klassenkämpferische, populistische Parolen, also eigentlich nicht mein Ding. Fakt ist, dass reiche Leute überproportional mehr Macht und Einfluss auf die Politik und Gesellschaft haben als unsereins. Und doch möchte ich diesmal einem der reichsten Männer der Welt, dem US-Millionär Warren Buffet – er streitet sich regelmäßig mit Bill Gates darum, wer noch mehr Reichtum besitzt – möchte ich also diesem Warren Buffet die politische Macht geben, um eine seiner aktuellen Aussagen in die Tat umzusetzen. Er sagt: “Ich denke, dass Menschen mit hohen Einkommen, so wie ich, deutlich mehr Steuern zahlen sollen. Uns geht es besser als je zuvor”. Eine erstaunliche Aussage mit der er ein US-Gesetz verhindern möchte, dass für Superreiche Steuerausnahmen gewährt. Es ist eine erstaunliche Initiative. Ob Buffet dann seine selbst genannten 17% Steuerlast richtig berechnet ist dabei sekundär. Noch erstaunlicher für mich sind seine erklärenden Worte: “Die Reichen werden immer sagen, gebt uns mehr Geld, und wir werden mehr ausgeben und dadurch dem Rest der Volkswirtschaft Nutzen bringen.’ In den vergangenen zehn Jahren hat das aber nicht funktioniert und ich hoffe, dass die amerikanische Gesellschaft beginnt, das zu begreifen”. Viele wissenschaftliche Forschungen und Statistiken belegen die Tatsache, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinandergeht. Mir, als Teil unseres Systems, sagt das der Hausverstand. Die österreichische Politik scheint sich vor diesen Entwicklungen seit 40 Jahren auch eher taub zu stellen. Es geht dabei nicht nur um die Umverteilung des Vermögens von den Reichsten zu den Reichen (innerhalb der Industriestaaten), sondern auch darum von den Menschen in reichen Staaten Mittel umzuleiten zu den wirklichen Armen in Staaten Afrikas und Asiens. Da nimmt Österreich eine wirklich beschämende Rolle ein und kürzt schon seit vielen Jahren immer wieder die Aufwendungen für Entwicklungshilfe.

Ausnahmsweise also: die Reichen sollen immer mehr werden aber nur solche die in Sachen Steuergerechtigkeit so denken wie Warren Buffet.