ZisserF

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Konstantin, eine Klasse für sich!

Erstellt von ZisserF am Mittwoch 10. August 2011

Mein erstes Konzert von Konstantin Wecker besuchte ich Anfang der 80-iger Jahre in Graz. Ich war, wie die Maus vor der Schlange, starr vor der geballten Kraft seiner Lieder und Texte. Der nächste Konzertbesuch war Mitte der 90-iger Jahre auf den Kasematten in Graz. Konstantin begann mit fast 2 stündiger Verspätung im Drogenrausch mit Alkoholfahne und gebrochener Hand, sein Charisma nur leicht getrübt. Jetzt erlebte ich die Renaissance, beim dritten Konzertbesuch in der vorigen Woche.
Es kommt wohl nicht von ungefähr, dass beim Konzert von Konstantin Wecker auf der Ruine Finkenstein, das Durchschnittsalter des Publikums um die 50 gelegen hat. In den Siebziger- und Achzigerjahren des 20. Jahrhunderts hat er seine Fans an sich gebunden. Seine Lieder, meist hoch politisch angehaucht, durchwegs links der Mitte, immer nachdenklich, oft zart und einfühlsam, haben auch mein Wesen mitgeprägt. Konstantin kann Dinge in seinen Liedern und Texten mit einer ungeheuren Intensität ansprechen. Er bringt sie auf den Punkt ohne zu entmutigen oder zu verletzten. Ich spüre seine Emotion und volle Aufmerksamkeit in den Texten. Nach seiner Drogen bedingten Karrierepause ist er schon längst wieder “voll da”. Seine Lieder etwas gemäßigter, die Themen auch alltäglicher, sein Vortrag noch intensiver. Seine Fans sind mit gealtert und das ist schön. Es ist zum Lebensbegleiter geworden. Auf die nächsten gemeinsamen Jahrzehnte…