ZisserF

Nur Visionen bringen die Menschen voran.

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Zug darf nicht teurer als Fliegen sein

Erstellt von ZisserF am Samstag 8. Juni 2019

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Wasserstofftechnologie muss jetzt massiv gefördert werden!

Erstellt von ZisserF am Samstag 8. Juni 2019

Die Wasserstofftechnologie ist einer der vielversprechendsten Auswege aus der weltweiten Klimakrise. Jetzt müssen die Projekte massiv von der Politik gefördert werden.

b siehe auch:

https://www.facebook.com/ZDFterraX/videos/852697538427779/?t=43

 

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Verfassungsänderung – was haltet Ihr davon?

Erstellt von ZisserF am Samstag 8. Juni 2019

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Mein Blog – Inhaltsverzeichnis:

Erstellt von ZisserF am Sonntag 29. Juli 2012

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Irgendwann müssen wir mit dem Schutz der Natur anfangen

Erstellt von ZisserF am Freitag 18. Mai 2018

davWachen wir doch endlich auf und sehen wir den Zustand unserer Natur mit offenen Augen. Wo intensive Land- und Forstwirtschaft betrieben wird, sind Lebensräume verarmt und die Artenvielfalt bedroht. Mit jeder Aufgabe von kleinen Landwirtschaften und deren extensive Wirtschaftsform verschwinden die letzten Blumenwiesen.  Der Konsument kann nur in geringem Maße etwas dafür. Produzenten und Politik sind aufgefordert mit Menschenverstand naturnah zu produzieren und die Substanz zu erhalten. Die Natur geht zugrunde, wenn sie mit rein wirtschaftlichen Methoden bearbeitet wird. Wir sind Teil der Natur.

Ein kleiner Beitrag zur Lösung (freiwillig oder verordnet):

* pro Hektar Wald 1 Baum, der solange wachsen kann bis er von selbst stirbt
* pro Hektar Wiese ein 10 mal 10m großes Stück, auf dem nicht gedüngt wird und nur 2 mal pro Jahr gemäht wird
* und pro Hektar Acker ein 10m langes Stück Sträucherstreifen an den Felderrändern.

Bäume werden in der Forstwirtschaft nach 70 – 100 Jahren geerntet. Die Bäume können 4 mal so alt werden. Alte Bäume bieten anderen Pflanzen, Pilzen, Vögeln, Tieren Lebensraum. Abgestorbene Bäume (Totholz) ist die Basis für die Bildung des Waldbodens. Diese Lebensräume gibt es in Wäldern nicht, die ihre Bäume am Ende ihrer Jugend bereits fällen und alles ratzeputz aus dem Wald abtransportieren.

Wiesen auf mageren Böden bringen eine enorme Vielfalt an Gräsern, Blumen und Insekten hervor. Die Insekten sind Grundlage für Honig, Nahrung für Vögel und vieles mehr. Erfolgt die Mahd spät, können die Samen für das nächste Jahr wieder in den Boden fallen. Vögel wie der Kiebiz oder der Wiedehopf brauchen diese langsam wachsenden Trockenwiesen. Intensiv genutzte Wiesen haben keine Blütenvielfalt, wachsen so schnell, dass Vögel darin, selbst wenn sie das Ausbrüten überleben, nicht mehr starten können. Das Fehlen von Blüten lässt Insekten keine Überlebenschance.

Ein Sträucherband entlang der Wiesen und Felder bietet Schutz für viele Insekten und Tiere. Es bietet Schutz vor dem Wind, der die Erde davonträgt. Es unterbricht das Abrinnen von Regenwasser und verhindern damit das Fortspülen von kostbarer Humuserde. Der Humus braucht Zehntausende Jahre bis er entsteht. Auf intensiv bewirtschafteten Ackerflächen wird er von einigen wenigen Generationen ins Meer gespült.

Für diese Überlegungen brauche ich keine wissenschaftlichen Studien sondern das althergebrachte Wissen der “Alten Bauersleute” und den eigenen Hausverstand.

 

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Verbot oder Anreiz?

Erstellt von ZisserF am Samstag 24. März 2018

BlumenwieseAls Pädagoge habe ich im Rahmen eines Projektes meinen SchülerInnen davon erzählt, dass ihre Urenkel voraussichtlich keine Gletscher mehr in den Alpen bewundern können. Die Betroffenheit war sehr groß. Desgleichen wird mit vielen Singvögeln passieren, Schmetterlingen, Insekten und Reptilien. Sie werden verschwinden. Die liberale Wirtschaft, die keine Regeln kennt, ist die Ursache für exzessive Naturnutzung und damit deren Zerstörung. Der einzelne Bauer kann als Teil des Systems wenig machen. Der Konsument auch nicht. Verantwortlich für das was im Regal steht und wie er es produziert, ist der Hersteller und Händler. Warum schützt mich der Staat nicht davor, dass die Insekten tot gespritzt werden, die Böden die sich in Jahrtausenden gebildet haben innerhalb einer Generationen zerstört werden und alles was naturbelassen, uneben oder sumpfig ist gnadenlos begradigt und trockengelegt wird. Mein Urgroßvater würde sich im Grab umdrehen, würde er eine Wiese von heute sehen, ohne eine Blüte, ohne einen Maulwurfshügel und ohne einen dort nistenden Vogel. Wie roh und abgestumpft sind wir geworden. Anreiz ist leider zu wenig, Verbot des exzessiven Wirtschaften’s per Gesetz, ohne Schlupfloch, kann die Lösung nur sein.

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Warum schützt mich der Staat nicht?

Erstellt von ZisserF am Montag 12. März 2018

2018-03-07_205535Die unzähligen Bedrohungen für die Natur, die Menschen und damit die Gesellschaften unserer Welt, die durch die imperiale Lebensweise im globalen Norden verursacht und von Tag zu Tag verschärft wird, möchte ich gar nicht aufzählen. Ich greife ein Thema exemplarisch heraus um daran eine neue Betrachtungsweise abzuleiten.

Palmöl ist billig, lange haltbar, sehr effizient verarbeitbar und wird in Ländern des globalen Südens unter Umwelt zerstörerischen Bedingungen mit Sklavenarbeit und nach Landraub auch jetzt 2018 für unsere Lebensmittelindustrie eingesetzt.

Viele engagierte einzelne Menschen haben sich die Frage gestellt: Was kann ich als KonsumenIn machen? Ich kaufe die Produkte mit Palmöl nicht und weiche auf andere aus. Sie haben sich alle erfolgreich den schwarzen Peter zuschieben lassen.

Das Vorhaben ist von vornherein zum Scheitern verurteilt. Einerseits ist bei diesem Beispiel fast überall in industriell hergestellten Nahrungsmittelprodukten wo Fett zugesetzt wird Palmöl drinnen, alternativen sind Mangelware und andererseits kann der Einzelne es nie schaffen sich zu jedem Umweltthema im Konsumbereich zum Spezialisten hochzulesen oder hochzuinformieren.

Wir müssen weg von dieser Fragestellung. Ich bin nicht schuld daran, dass im Kaufhausregal Produkte stehen, die verseucht, gesundheitsschädlich, hergestellt mit Sklavenarbeit, nicht fair gehandelt, umweltschädigend von der Produktion bis zur Verwendung sind. Seit Jahrzehnten redet uns die Wirtschaft ein, dass wir durch unser Kaufverhalten bestimmen, was im regal steht. Das ist vollkommen falsch. Verantwortlich – nicht nur moralisch – für das Produkt ist der Hersteller, Händler, Verkäufer. Die Entwicklung im letzten halben Jahrhundert belegt, dass die Wirtschaftsbosse nur mehr chrematistisch und nicht ökonomisch handeln, also das reine Geldverdienen dem gemeinwohlorientierten Wirtschaften vorziehen. Schranken können nur von Gesetzgebern kommen.

Die Fragestellung (siehe Brand / Imperiale Lebensweise) ist also nicht: Was kann ICH tun um Palmöl zu verhindern. Die Frage muss lauten: Warum lässt der Staat es zu, dass Palmöl in Österreich verwendet wird. Er alleine hat die Macht durch Gesetze dagegen einzuschreiten. So einfach ist das. All zu lange wurde dem einzelnen Individuum die Verantwortung übertragen, die bei Wirtschaftsbetrieben hin gehört und sonst nirgendwo.

Gewöhnen wir uns um. Stellen wir neue Fragen.

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Der gute alte “Mehrwertsteuertrick”

Erstellt von ZisserF am Freitag 9. März 2018

Fritz 1Da bin ich wieder, Marketing Fritz. Mein neuer Auftraggeber ist diesmal der Elektronik Konzern Bledia Markt mit einem Anliegen, dass von vielen Konzernen immer wieder kommt. Er suchte meine Unterstützung um einerseits den Umsatz etwas anzukurbeln aber um andererseits wieder einmal den Staat als den Bösen und die Wirtschaft als die Guten herauszuarbeiten. Ein Inhalt nach dem Motte: Steter Tropfen beim Staat verunglimpfen höhlt den Stein und die meisten Kunden checken das ganze sowieso nicht.

So ging ich an die Sache heran. Als Werkzeug nahm ich den alten “Mehrwertsteuertrick”. Ich wollte vermitteln, dass Bledia Markt zu den Guten gehört, weil er ja sowieso immer den billigsten Preis anbietet, wäre da nicht der Staat, der zu den Bösen gehört, der in Form der Steuern das Produkt so teuer macht. Also rede ich den KonsumentInnen ein, sie können diese böse Steuer jetzt sparen, indem ich ihnen das Gerät um die Mehrwertsteuer günstiger gebe. Der Durchschnittsösterreicher denkt spontan dabei – als positiver Nebeneffekt – an 20% Rabatt, weil ja die Mehrwertsteuer 20% ausmacht. Wer aber in Mathematik beim % Rechnen aufgepasst hat weiß, dass die Ersparnis lediglich 16,6% ausmacht.

Die ganze Aktion ist primär keine Rabattaktion, sondern ein “Staat böse, ich gut” Beeinflussungsversuch. Die Perspektive ist langfristig. Jedes um wieviel Rabatt auch immer billiger gekaufte Produkt enthält natürlich noch immer die Mehrwertsteuer. Das ist bei jedem Verkauf so geregelt und natürlich auch da so. Mit Mehrwertsteuernachlass hat das alles nichts zu tun. Es ist ein reiner Rabatt, mit dem auch geködert wird, ganz billig und einfach. Bledia Markt gibt nur einen Rabatt auf den Bruttopreis, der so groß ist wie die Mehrwertsteuer (rechnerisch). Der Kunde bezahlt die Mehrwertsteuer eben dann im verringerten Bruttopreis mit.

Warum sagt der Konzern das nicht seinen Kunden? Muss ich ja nicht. Steht nirgends in einem Gesetz. Alles legal. Blöd werde ich sein und sagen, dass unsere Kalkulation so gut ist, dass ich davon den Rabatt locker geben kann. Das würde den Eindruck machen, dass ohne Rabatt die Preise zu hoch sind. Die Kunden würden das dann laufend erwarten. Wenn sie ihn nicht bekommen gehen sie zur Konkurrenz, was schon sehr schwierig ist, die gibt´s nämlich fast nicht mehr.

Der schwarze Peter wird externalisiert, jemandem anderen in die Schuhe geschoben, dem “bösen” Staat. Wir steigen gut aus, indem wir den Staat erniedrigen und uns dadurch erhöhen und den kleinen Schwindel mit der erlassenen Mehrwertsteuer machen. Altes Prinzip, funktioniert immer, solange die Kunden fleißig und kritiklos alles kaufen was wir ihnen vorsetzen. Übrigens viele Unternehmen und Interessensvertretungen in der Wirtschaft versuchen seit Jahren den Staat zu schwächen mithilfe immer wiederkehrender kleiner Sticheleien, oft knapp an der Legalität. Das es dabei um jene Steuer geht, die Österreich zu einem der reichsten und lebenswertesten Länder der Erde machen, ist mir egal. Die wohlhabenden im Land sind da drauf – so meinen sie – je eh nicht angewiesen.

 

(c) zisserf  –  Satire

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Der T-Shirt Trick

Erstellt von ZisserF am Donnerstag 8. März 2018

Fritz 1Hallo, ich bin Marketing Fritz und habe neulich eine Anfrage von einem der ganz großen Textil-Handelshäuser bekommen. Sie haben mir ihr Leid geklagt, dass sie die verpflichtende Herkunftsbezeichnung ihrer Waren so stört. Alle Schmiergelder bei den entsprechenden Stellen haben bisher nicht gefruchtet. Die Herkunftsbezeichnung muss auf jedem T-Shirt oder Kleid oben stehen. Die Vorfälle in Bangladesch, wo das Gebäude einer großen Schneiderei einstürzte und viele ArbeiterInnen unter sich begraben hat, haben zu einer leichten Delle in der Bilanz geführt. Die Kunden machen die Kette mitverantwortlich für die Zustände in den Produktionshallen.

Ich habe kurz nachgedacht und folgenden Vorschlag gemacht. Wo die Herkunftsbezeichnung „Made in Austria“ stehen muss, ist nirgends festgelegt. Wir schreiben die Herkunftsbezeichnung auf einem ganz kleinen eingenähten Fähnchen. Auf dem großen Fähnchen mit der Zusammensetzung des Materials und den Wäscheempfehlungen drucken wir eine große färbige Österreichische Fahne und schreiben „Designed in Austria“. Die KundInnen kaufen jetzt wieder unsere Textilien weil sie ihnen gefallen, entsprechend teuer sind und aus Österreich, das glauben sie zumindest. Genau das wollten wir erreichen. Sie glauben sie kommen aus Österreich, dabei lassen wir sie nach wie vor in Bangladesch oder China, ganz ohne Umwelt- oder soziale Auflagen dort vor Ort, produzieren. Wir können sie aber aufgrund des „Designed in Austria“ Tricks so verkaufen, als wären sie wirklich aus Österreich. Na ja, ich kann nur sagen das wirkt sich auf den Gewinn sehr sehr positiv aus. Tja, so einfach ist es die dummen KundInnen zu überlisten. Mein Psychologie Studium mit Schwerpunkt Manipulationstechniken hat sich eben ausgezahlt.

 

Na ja, mal sehen für wen ich das nächste Mal als Marketing Fritz arbeiten kann.

 

(C) zisserf – Satire

 

Mose:
Warum schützt mich der Staat nicht davor, den Marketingschwindlern auf den Leim zu gehen? Heute habe ich ein recht teures T-Shirt im Kaufhaus gefunden. Es war aus hochwertigem Material – zumindest fühlte es sich so an – hatte aber auch einen sehr stolzen Preis. Mein schneller Blick auf die flatternden Fähnchen am Kragen zeigten mir eine deutsche Flagge und das Wort Germany. Voller Freude über die gute neue Errungenschaft wollte ich am Abend die flatternden Fähnchen mit einer Schere abschneiden, da sie manchmal am Hals kratzen. Vorher noch rasch die Wäscheempfehlung lesen. Da blieb mein Auge wieder kurz auf der Fahne und dem „Germany“ hängen. Da stand nicht „Made in Germany“ sondern „Designed in Germany“. Auf einem Minifähnchen fand ich in Minischrift „Made in Indonesia“. Ich kann mir genau vorstellen, wie die Marketingmenschen der Kaufhauskette die Idee ausgebrütet hatten. Sie sahen nicht das Problem der Sklavenarbeiterinnen in einsturzgefährdeten Industrieschneidereien im Inselstaat. Deren Problem waren die Kunden und Kundinnen die mit Abwehr gegen in Indonesien oder Bangladesch hergestellten Textilien zusehends reagierten. Keinen Augenblick dachten sie daran, dass an der Einkaufsstrategie des Hauses etwas geändert werden solle, das war auch nicht ihr Verantwortungsbereich. Sie waren zuständig für alles das, was den Umsatz und vor Allem den Gewinn erhöhen würde. Ihr Beitrag war die Idee den Kunden durch diesen Trick zum Kauf zu veranlassen und ihn in Sicherheit zu wiegen, dass alles in Ordnung sei. Mehr noch, den Kunden in Sicherheit und Selbstzufriedenheit zu wiegen endlich europäische Qualität, regional gekauft zu haben, den Schwindel aber natürlich nicht erkennbar zu machen. Die Kunst dieses Bravourstück zu vollbringen ist einerseits die Tatsache, dass im Marketing alle Register der Erkenntnisse aus der Psychologie schonungslos angewendet werden und als Unterstützung immer größere Rechtsabteilungen darüber wachen, dass die Gesetze elegant umschifft werden oder zumindest bis auf das allerletzte ausgereizt werden. Für mich ist das eine Milchmädchenrechnung. Gesetze werden von wenigen Beamten und PolitikerInnen verfasst. Marketing wird von Tausenden Spezialisten in Tausenden Unternehmen gemacht. Wer hat da wohl die besseren Karten, der Gesetzgeber oder die Marketingmaschinerie? Für mich wohl ganz klar die Wirtschaft.

Für mich ist es ein T-Shirt. Für den Konzern sind es Millionen T-Shirts.

 

Warum schützt die indonesische Arbeiterin und mich mein Staat nicht vor solchen Betrügereien durch gezielte Manipulation? Wir alle müssen immer öfter beginnen diese Frage zu stellen.

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Das Handtuch

Erstellt von ZisserF am Mittwoch 7. März 2018

HandtucnhWir Menschen bezeichnen uns gerne als jene Wasen, die nicht nur von Instinkten motiviert handeln, sondern auch mit Einfühlungsvermögen, Hirn und sozialer Kompetenz. Der seit Jahrzehnten anhaltende Trend zum individuellen Handeln, zum persönlichen Verwirklichen und zum Credo des „alles ist erreichbar“, hat viel an Empathiefähigkeit, sozialer Wärme und gesundem, gewissensmotiviertem Tun verkümmern lassen.

Bei einem berufsbedingtem Hotelaufenthalt teilte ich das Zimmer mit einem netten Kollegen. Am ersten Tag bemerkte ich, dass nur ein Badetuch und ein Handtuch vorhanden war. Ich verwendete das Handtuch, mein Kollege das Badetuch. Am zweiten Tag sah ich eine sehr freundliche Reinigungsfrau, wie sie nacheinander die Räume putzte. Ich meldete mich höflich bei ihr, mit der Bitte in unserem Zimmer einen zweiten Satz Tücher zu deponien, da wir zu zweit das Zimmer belegen. Sie entschuldigte sich vielmals in gebrochenem Deutsch. Es sei ihr Fehler gewesen und sie werde das sofort ergänzen. Nach meiner Zusicherung, dass dies kein Problem sei und nicht tragisch, lächelte sie und lächelte ich. Die Freude über meinen freundlichen Hinweis war ihr anzusehen.

Ich möchte den zweiten Fall meiner Reaktion auf das fehlende Tuch nicht beschreiben, in dem ein trockener Anruf an der Rezeption zwar das gleiche Endergebnis gebracht hätte, dazwischen jedoch anstatt zweier Lächeln, strenge Blicke, Zurechtweisungen, Druck, Stress, vielleicht sogar negative Konsequenzen für die Reinigungskraft die Begleiterscheinungen gewesen sein könnten.

Empathie ist Sanftheit im Handeln und Freundlichkeit in der Sprache. Nur Menschen die sich auch zurücknehmen können geben den Spielraum für empathisches Handeln.

 

©Zisserf

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Mose = Money Second

Erstellt von ZisserF am Dienstag 6. März 2018

Planet

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Marketing Fritz – Kerzen Plunder

Erstellt von ZisserF am Montag 5. März 2018

Fritz 1Hallo, ich bin Marketing Fritz und ich erzähle Euch mal wie ich ticke. Mein Ziel ist es ein Produkt oder eine Dienstleistung zum Verkauf anzubieten und zwar so, dass der Kunde es als wünschenswert wahrnimmt. Da ist Werbung alleine zu kurz gegriffen. Ich bin auch dafür zuständig, alle Interessensgruppen im Unternehmen zu befriedigen. Ich muss also auch schauen, dass viel Geld herein kommt, egal wie ich das anstelle. Ich bin also weniger Ökonom (Bedürfnisbefriedigung der Kunden) als vielmehr Chrematist (Kunst des Gelderwerbs).

Neulich habe ich für einen Kerzenhersteller gearbeitet. Der hat altmodische Kerzen verkauft. Was ist mir also eingefallen um den Gewinn für den Eigentümer zu erhöhen?

  • Adventkranzkerzen in verschiedenen Höhen hab ich abgeschafft. Jetzt kriegt jeder eine gleich hohe Herze. Das braucht viel mehr Wachs. Mehr Wachs ist mehr Umsatz, höherer Preis, mehr Gewinn.
  • Die Brenndauer von Adventkerzen wird immer kürzer. Also müssen die Kerzen nicht höher sonder immer breiter werden. (Mehr Wachs…. schon klar oder?)
  • Zudem wird eine ordentliche Mogelpackung hergestellt die die Kerzen viel größer aussehen läßt, als sie tatsächlich sind (mach ja eh jeder).
  • Dann habe ich eine Kerze entwickelt die außen eine ganz dünne Schicht Wachs hat und gefüllt ist mit einem Wachs, dass mit feinsten Luftbläßchen vermischt ist. Das sieht der Kunde natürlich nicht. Er zahlt gleich viel wie früher, nur brauchen wir jetzt um 30% weniger Material. Genial was?
  • Dem Wachs – es hat ja mit echtem Wachs überhaupt nichts mehr zu tun – haben wir Chemie zugesetzt, damit es viel schneller verbrennt. Mehr Verbrauch in gleicher Zeit = mehr Geld für die Eigentümer….
  • Der Sache mit den Kerzen in Mehrweggläsern habe ich sofort den Gar ausgemacht. Einwegkerzen sind für uns mit mehr Deckungsbetrag kalkuliert als Mehrwegkerzen. Da wir Marktführer sind, hat der Kunde ja sowieso keine Alternative. Marktmacht ist schon was tolles.
  • Die neueste Entwicklung ist unser Spezialdocht. Der wird, je weiter die Kerze abbrennt immer dünner. Das heißt nach ca. 50% der Kerze fällt er in das flüssige Wachsbad und erlischt. Der Kunde denkt sich, er habe was falsch gemacht und kauf sich eine neue Kerze. (Mehr Wachs….).
  • Die Produktion haben wir von China jetzt nach Bangladesch verlegt. Da gibt es so gut wie keine Umwelt und sozialen Auflagen. Ein Traum für uns.
  • In Vorbereitung haben wir noch ein paar andere Dinge wie das Set mit 24 Kerzen für den Advent, eine Kerze die nicht nur duftet sondern schädliche Keime und Bakterien zerfrisst (Anm.: wer´s glaubt wird seelig, haha, die Idioten von Kunden checken das ja sowieso nicht), eine Kerze, die die Augen entspannt. Wir arbeiten daran, dass es sie auch auf Krankenschein gibt.

 

Na ja, mal sehen für wen ich das nächste mal als Marketing Fritz arbeiten kann.

 

(C) zisserf – Satire

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Nicht bestellt!

Erstellt von ZisserF am Mittwoch 15. November 2017

5Warum krieg ich laufend vom ORF als öffentlich rechtliches Medienunternehmen das geliefert, was ich nicht bestellt habe: Werbung. Frage 10 Leute ob sie die Werbung vor, nach, während und zwischen den Sendungen in Radio, Fernsehen und Internet haben möchten und 9 davon werden antworten: Nein, sie ist lästig und störend. Der/die eine, der sie haben möchte ist Marketingspezialist und bevormundet alle anderen. Werbung im ORF, Nein danke! Oe1 und Österreich III machen es vor, wie es auch ohne geht.

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Sportzentrum Vorau

Erstellt von ZisserF am Mittwoch 14. Juni 2017

SportplatzIn Vorau entsteht ein neues modernes Sportzentrum. Der bisherige “Sportplatuz” wird zurückgebaut. Es ist sehr zu begrüßen, wenn die Gemeinde in Einrichtungen investiert, die der Gesundheit förderlich sind. Danke an alle Beteiligten, an vorderster Stelle an den Bürgermeister Mag. Bernhard Spitzer, für diese Initiative.

In Zeiten, in denen Höchstgerichte in Österreich die Errichtung einer dritten Start/Landebahn in Schwechat mit dem Argument der Verschlechterung des Klimaschutzes verbieten oder in Zeiten in denen das Artensterben ein nie da gewesenes Ausmaß erreicht hat, da müssen auch öffentliche Körperschaften auf allen Ebenen beginnen, sich mit hoher Priorität diesem Thema zu widmen, davon bin ich überzeugen. Der Schutz der Bevölkerung, der Tiere und Pflanzen ist immer mit langfristigen Überlegungen verbunden.

Das neue Sportzentrum kann ein idealer Anlass sein um modernste Infrastruktur, eingebettet in viele nachhaltige Überlegungen zu realisieren. Es bietet dadurch auch die Möglichkeit eines Alleinstellungsmerkmals von Vorau, anderen Gemeinden gegenüber und hat das Potenzial touristischer positiver Effekte (siehe Ökoregion Kaindorf, Storchenwiese Rust, Bioenergie Güssing,..). Mit den Schwerpunkten Gesunde Region, Freilichtmuseum, Sub Terra und Sport sind all meine Überlegungen auch kompatibel. Alle können davon positiv profitieren; die BürgerInnen, die Flora und die Fauna.
Ein Sportzentrum ist ein über Generationen wirksames Projekt. Eine optimale breite intensive Diskussion und Planung sollte dafür selbstverständlich sein. Der Teufel liegt im Detail.

Als Bürger von Vorau würde ich mir wünschen:

* dass die Bevölkerung frühzeitig, schon in der Grobplanungsphase nicht nur informiert, sondern aktiv eingebunden wird.
o Die Gemeindevertreter bitte ich, bei einem derart ambitionierten Projekt die Bevölkerung einzubinden. Bei echter gelebter Bürgerbeteiligung gibt es nur Gewinner (Politiker, Anrainer, Bürger – siehe http://www.landentwicklung-steiermark.at/Stark-Schnell-Workshops/Buergerbeteiligung).
o Die Vereinsvertreter sind ein zu schmaler Ausschnitt der Bevölkerung um alleine, gemeinsam mit den Gemeindevertretern darüber zu beraten. Auch Anrainer sollen selbstverständlich frühzeitig eingebunden werden (neue Greilbergsiedlung,
Jägerschaft, Naturwacht, Familien, Jugendliche, Senioren,
Kinder…).

* dass auf größtmögliche Schonung der Umwelt bedacht genommen wird:
o maßgerechte eher kleine Dimensionierung
o kategorischer Ausschluss des Einbaues einer Rasenheizung (Ausnahme: reine Abwärmenutzung des Heizwerkes)
o kunststofffreies Bauen (Verwendung von natürlichen Baustoffen)
o Nutzung der vorhandenen Parkplätze der Schule und des Stiftes
(keine neuen Parkplätze oder nur Behindertenplätze und
Gebührenparkplätze)
o möglichst alle Freiflächen (Straße, Gehsteig, Plätze)
oberflächenwasserdurchlässig ausführen um das Versickern von
Wasser zu ermöglichen und die Bäche vor zusätzlichem
Hochwasser zu schützen
o die Freiflächen ausnahmslos mit Split und nicht mit Salz gestreut
werden

* dass Lärmschutz hohe Priorität hat
o dass alle Plätze vertieft anlegen werden oder rundherum mit
Lärmschutzwällen oder Lärmschutzwänden versehen werden
o im Randbereich ein mehrreihiger Gürtel mit Bäumen als
Lärmabsorber gepflanzt werden
o es klare mit der Bevölkerung abgestimmte verbindliche
Betriebszeiten gibt (für die Außenanlagen)
o es mindestens zwei spielfreien Abende pro Woche gibt
o abends ab 21:00 Uhr (mit Ausnahme von großen Veranstaltungen)
im Aussenbereich keine Aktivitäten mehr sind
o Lärm ist ein großer Stressfaktor für Mensch und Natur!

* dass Lichtschutz hohe Priorität hat
o eine Flutlichtanlage neuester Generation eingesetzt wird, die
möglichst wenig Streulicht produziert bzw. durch Blenden vor
Blendung auf große Distanz geschützt wird (störend für Mensch und
Tier)
o alle Zusatzbeleuchtungen streulichtoptimiert und
bewegungsgesteuert sind
o möglichst keine zusätzlichen Straßenlaternen gebaut werden
o nach Betriebsschluss ausnahmslos alle Lichtquellen abgeschaltet
werden (auch keine Logos oder Parkplatzlichter)
o Licht in der Nacht im Freien ist ein Stressfaktor für Mensch und
Natur (siehe: http://sciencev1.orf.at/science/news/149394!)

* dass als Ausgleich für den großen Bodenverbrauch und zur Erhaltung der Biodiversität in Flora und Faune
o für die Pflanzenwelt eine halb so große Fläche wie die Sportanlage irgendwo in Vorau als Blumenwiese, Blumengürtel, Brache, Au-Streifen entlang eines Baches oder Streuobstwiese angelegt und ggf. extensiv bewirtschaftet wird (im Auftrag der öffentlichen Hand, da diese Funktion von der Landwirtschaft nicht mehr wahrgenommen wird)
o für die Tierwelt eine halb so große Fläche als Amphibien- Insekten und Vogelschutzstreifen entlang eines Baches, Sumpfes oder Teiches ausgewiesen und tiergerecht rückgebaut wird (zB: Bachbettauffüllung, Retensionsraumschaffung, Krötentunnel, Brut- und Nisthilfen für Vögel,…)

Die Entscheidungsträger wissen nur zu gut um die Verlockung von kurzfristigen Maßnahmen und Erfolgen, da deren Tätigkeit immer nur von Wahl zu Wahl legitimiert wird. Die aufgeführten begleitenden Maßnahmen haben bei verhältnismäßig geringem Aufwand eine langfristige Wirkung. Sie sind für die nächsten Generationen, also weit über den Wirkungsbereich der jetzigen GemeindepolitikerInnen hinaus gedacht. Langfristiger Klimaschutz ist das, wovon unsere Enkel und Urenkel auch dann noch profitieren, wenn das jetzt geplante neue Sportzentrum schon längst wieder Geschichte ist. Wir können nicht nur von Klimagipfel zu Klimagipfel über generelle Notwendigkeiten reden, wir müssen beginnen durch unser Tun konkrete durchdachte Handlungen zu setzen.

In diesem Sinne möchte ich die Gemeindeverantwortlichen bitten, meine Argumente zu prüfen und wohlwollend in deren Überlegungen zum Bau des Sportzentrums einfließen zu lassen.

 

PS: Herr Bürgermeister Mag. Bernhard Spitzer hat mich zu einem sehr offenen und von Wohlwollen geprägten Gespräch geladen in dem ich meine Argumente vortragen konnte. Er hat mein Schreiben in den Akt aufgenommen und dem Architekten, der mit der Planung beauftragt wurde mitübergeben. Danke dafür!

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Anfang vom Ende?

Erstellt von ZisserF am Mittwoch 22. Februar 2017

5Kaum 25 Jahre nach dem Ende des weltweiten Kommunismus, treten nun erste Anzeichen der Krise des Kapitalismus immer deutlicher zum Vorschein. Und das gerade im Mutterland des Kapitalismus und in einer westlichen Demokratie, in den USA. Menschenmassen sind unzufrieden und wählen einen Präsidenten, der öffentlich lügen darf und die Pressefreiheit massiv kritisiert. Ich kenne die Hintergründe in den USA zu wenig um die Ursachen dafür im Detail bewerten zu können. Ich sehe aber anhand einzelner Beispiele durchaus parallele Entwicklungen in Europa bzw. in Österreich.

Die Globalisierung in der jetzigen Form ist überwiegend ein vom Kapitalismus getriebenes Phänomen. Maßgeblicher Hintergedanke ist das Lukrieren von Profiten durch weltweit agierende Konzerne, die deutlichste Erscheinungsform des Neoliberalismus also.  Offenbar profitieren breite Bevölkerungsschichten davon mit. Offenbar wächst die Zahl der unzufriedenen Menschen aber ebenso. So kann ich mir die Vorgänge in den USA oder in GB vordergründig erklären.

Oder sind sie gar nicht unzufrieden sondern nur träge und zu faul geworden um die Realität zu erkennen. Können sie nicht mehr zwischen satter zufriedener Konsumwelt am heimischen Sofa in der Welt der Movies und Massen-TV Unterhaltung und der Politik unterscheiden.  Ein Sportfan kann sich Tag und Nacht mit seinem Sport in Fernsehen, Zeitung und Radio befassen. Er lebt vielleicht irgendwann in dieser Welt, glaubt ein großer Spezialist zu sein, lässt sich überreden doch endlich selbst diesen von ihm ins Detail gekannten Sport auszuüben und fällt beim ersten Training voll auf die Schnauze. Vielleicht ist dieser Effekt einer der Gründe, warum Populisten weltweit erstarken.

Einen großen Faktor für die Entwicklung der Gesellschaften der letzten 10 Jahre spielen die neuen Medien. Durch Facebook, Twitter und Konsorten ist es plötzlich jedermann möglich zu Unmengen von Meinungen zu kommen, passend für jedermann aufbereitet. Jeder wird selbst zum Akteur und zum vermeintlichen Spezialisten. Das Tratschen, das Gerüchte in die Welt setzen ist vom Wirtshaustisch, dem Plaudern über den Zaun, ins Internet verlegt worden. Dieser Effekt wird von Gruppierungen gezielt ausgenutzt. Menschen werden dadurch gefundenes Fressen für Manipulationen. Marketingleute und sogar Regierungen treten auf den Plan um im Geheimen, durch Ghostwriter oder Bots (Roboter die Antworten und Einträge automatisch generieren) massiv die WEB 2.0 Gemeinde zu beeinflussen. Russland steht als Verdächtiger genau dafür gerade unter starkem Verdacht.  Ich glaube keiner Bewertung von Hotelseiten, Produktrezensionen oder Facebook – Kommentaren mehr, es sei denn sie kommen von Leuten, die ich persönlich kenne. Es geht um die nachweißliche Quelle des Postings und nicht um das Teilen. Vielen ist der Urheber aber egal. Das ist ein großes Problem. Ich akzeptiere Freundschaftsanfragen nur von Menschen die ich kenne und nicht von Vereinen, Gruppen oder Firmen. Dahinter kann ich nicht erkennen, wer die Inhalte schreibt.

Zwei Beispiele zeigen mir wohin Entwicklungen im Kapitalismus gehen und wozu sie  in letzter Konsequenz führen:

Vor Jahrzehnten entstanden in den ländlichen Regionen Regionalzeitungen. Meist waren es Gewerbebetriebe oder Gewerbevereine, die diese Zeitungen gründeten um deren Werbung platzieren zu können. Redaktionelle Beiträge waren die Klammer dazwischen. All das half der regionalen Wirtschaft. Der Wert der Nachrichten war von Beginn an in Frage zu stellen, zumal sie alles waren außer wirtschaftskritisch. Diese Zeitungen erfüllten lange den Zweck und stellten auch eine Klammer für die Gesellschaft einer Region dar, was sehr positiv zu sehen ist. Nun sind die meisten dieser Medien längst von größeren Konzernen aufgekauft worden. Dem entsprechen wandern Gewinne aus der Region ab und werden Inhalte stark vernachlässigt, eingespart und von zentralen Stellen vorgegeben. Ein Stück Identität ist längst nicht mehr regional generiert, sonder von nationalen oder internationalen Konzernen gesteuert.

Eine weitere Facette im Medienbereich ist folgender. Reiner Journalismus ist der neutralen, gut recherchierten Berichterstattung und qualitätsvollen Kommentaren verpflichtet. Zwei Versuchungen sind dabei latent. Die Versuchung Berichte in Form von reißerischen Schlagzeilen und griffigen Formulierungen besser verkaufen zu können. Dabei leiden die Seriosität und die Glaubwürdigkeit der Information. Die zweite Versuchung ist die, den Verkauf von Nachrichten durch Werbung quer zu finanzieren. Ein Modell, das in den westlichen Demokratien nahezu gänzlich umgesetzt wurde. In manchen Medien verschwimmen Nachrichten, Berichte und Werbungen in einem nicht mehr auflösbaren Brei von Unterhaltung. Werbung wird zudem immer öfter als lästig, übertrieben und einfach nicht wahr aufgenommen. Wohl jeder hat bereits die Erfahrungen gemacht, dass Produkte in der Realität nicht mit denen der Werbung übereinstimmen. Konsumenten wissen, dass Werbung lügt. Werbung ist mit Nachrichten vermischt. Kein Wunder, dass Trump bei seinen massiven Angriffen auf die freie Presse – er bezeichnet sie ununterbrochen als “Lügenpresse” (wie Hitler im dritten Reich) – bei vielen seiner Landsleute Applaus erntet. Auch in Europa und Österreich wird der Begriff “Lügenpresse” immer öfter bedenkenlos verwendet. Ich heiße das nicht gut, habe aber damit eine Erklärung dafür.

Das zweite Beispiel ist aus einem der Kernbereiche des Kapitalismus, der Bankenwirtschaft. Vor vielen Jahrzehnten entstanden im ländlichen Raum und davon spreche ich, regionale Geldinstitute. Gründer waren meist Unternehmer aus der Region. Die erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung wurde auch in den erfolgreichen Entwicklungen der Banken abgebildet. Oft übernahmen dann Gemeinden die Haftungen für die Geldinstitute. Demnach zeigten sich die Geldinstitute auch gegenüber den Gemeinden und deren Vereinen und der Gesellschaft verantwortlich. Sponsoring durch Banken war ein Pfeiler fast jeden Sportvereins. Mittlerweile sind fast alle dieser Banken von nationalen und internationalen Großbanken aufgekauft oder angegliedert worden. Damit sind oft die Arbeitsplätze weg aus der Region und die Gewinne sowieso. Auch das ist ein Aspekt der Globalisierung und deren Auswirkungen auf die Menschen fühlbar. Und nun werden wieder die Bürger von den gleichen großen Konzernen und Finanzdienstleistern die ihnen die regionalen Banken weggenommen haben, zur Kasse gebeten. Für das Geld, das ich in der Bank lagere bekomme ich keine Zinsen mehr. Die Bank verdient damit aber eine Menge Geld. Wenn ich das Geld wieder haben möchte, muss ich dafür am Bankomat Gebühren zahlen. Eine Perversion des Systems.

Stürmische Zeiten kommen auf uns zu. Der Kapitalismus ist angeschlagen und mit ihm auch Teile der Demokratie. Die Menschen lernen nie aus der Geschichte, weil es nicht gelingt über mehr als 2 Generationen Erfahrungen von Krieg und Krise weiterzugeben. Es bleibt nur zu hoffen, dass die kommende Revolution ähnlich friedlich von Statten geht wie die Auflösung des Kommunismus Ende der 80-iger Jahre. Der Unterschied ist allerdings: Es gibt noch kein System, dass den Kapitalismus beerben könnte. Es ist noch vieles nur als Schleier schemenhaft erkennbar,  in Arbeit und im Fluss. Pessimismus und Gewalt, sind hochexplosive Zutaten für Revolutionen.  Ich setze auf die einzige Eigenschaft der Menschheit, die uns weiterbringt: Optimismus also positive Einstellung.

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WIR SIND ÖSTERREICH

Erstellt von ZisserF am Mittwoch 14. Dezember 2016

6-2Ihr Bürger, die ihr ständig nur an unserem Staat, der Regierung, den Ämtern, Ministerien, Parteien, der Justiz, dem Sozialsystem, dem Gesundheitssystem, dem gesamten öffentlichem Raum herumkritisiert, wandert doch aus und sucht ein besseres Land – ihr werdet keines finden.

Ihr, die ihr ständig nur die Politikerinnen und Politiker in unsachlichem pauschalem Ton beschimpft, ihnen jede Seriosität absprecht, sie als unfähig bezeichnet, ihnen nur Negatives nachsagt, nicht akzeptiert, dass deren Arbeit viel Knowhow, Schweiß, Feingefühl und Intellekt erfordert, wandert doch aus und sucht ein besseres Land – ihr werdet keines finden.

Ihr, die ihr euch ständig bedroht fühlt, die ihr ständig Sündenböcke sucht, die ihr immer einen Schuldigen braucht, wandert doch aus und sucht ein Land, in dem ihr zu Sündenböcken werdet – ihr werden Dutzende davon finden.

Ihr, die ihr alles vereinfacht und glaubt, die Welt ist nur schwarz und weiß, die ihr sofort und zu jedem Thema das richtige Rezept wisst:  geht ihr zum Chirurgen und sagt ihm welche Instrumente er beim Operieren verwenden soll, zum KFZ-Techniker und sagt ihm welchen Wert für die Motoreinstellung er verwenden soll, geht ihr zur Krankenschwester und sagt ihr wie sie die unzähligen PatientInnen die sie täglich betreut zu versorgen hat? Wenn nicht, dann macht sachliche Vorschläge, übt Kritik, zeigt Missstände auf, bringt euch ein, geht zu den Politikern hin und versucht sie zu überzeugen aber mischt euch nicht in die tägliche Arbeit ein, ihr habt nicht den gleichen Wissensstand wie sie und es ist nicht euer Job. Wir brauchen die besten Menschen aus der Gesellschaft in der Politik. Durch ständige Beschimpfungen bekommen wir immer nur die zweite und dritte Wahl.

Ihr Journalisten, Medieneigentümer und Betreiber, die ihr nur auf Schlagzeilen aus seid und in jedem Interview, jeder Sendung, jedem Artikel nur auf Provokation und Fallen Stellen aus seid, die ihr die Einschaltquoten vor die seriösen Recherchen stellt, die ihr ein Bild der Gesellschaft zeichnet, dass nicht repräsentativ ist, wandert doch aus, ihr findet sicher ein Land, bei dem dieses falsch gezeichnete Bild zutrifft – für Österreich stimmt es nicht.

Ihr, denen es bewusst ist, dass unser Österreich zu den wirtschaftlich erfolgreichsten Ländern mit einem der besten Gesundheits- und Sozialsysteme, ausgezeichneten Bildungsmöglichkeiten, einem soliden Rechtssystem, einem sehr guten Polizei- und Sicherheitssektor, phantastischer kultureller Vielfalt, geringer Korruption, höchstem Lebensstandard, sehr niedrigen Arbeitslosenzahlen und extrem hohem Wohlstand zählt, euch bitte ich, damit in die Öffentlichkeit zu gehen. Ich glaube noch immer daran, dass Menschen mit positiver Grundeinstellung, mit Achtung und Respekt vor anderen, mit Sensibilität für das Schützen unserer Umwelt und Willen zur positiven Veränderung,  die stille Mehrheit in unserem Land bilden.

WIR SIND ÖSTERREICH!

 

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Freigeist statt Kleingeist

Erstellt von ZisserF am Samstag 19. November 2016

6Österreich war als großes Land im Lauf der Geschichte durchaus innovativ und für Mitteleuropa Vorreiter im positiven Sinn. Auch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren wir in Sachen Wissenschaft und Forschung weltweit unter den Besten. Zu Kreisky´s Ära schaute ganz Europa auf unseren sozialen Weg oder auf unsere Kontakte in den Nahen Osten. Die Geschichte hat uns Recht gegeben. Es ist gut nicht in kleinen Schritten zu denken sondern den großen Wurf im Fokus zu haben.
Wie kleinkariert ist unser Land, genauer gesagt unsere Politik im Land geworden. Weit und breit keine großen Visionen, keine mutigen Pläne. Stattdessen Kleingeist und Misstrauen in der Politik, soweit das Auge reicht.

Stichwort Umweltpolitik: Molterer, Pröll, Berlakovich und jetzt Ruprechter dreschen seit Jahren leere Phrasen was die Umweltpolitik angeht. Sie stehen nur auf der Bremse. Leidtragend ist unsere Umwelt. Die Menschen wären bereit dazu. Die Wirtschaft stünde in den Startlöchern. Eine Chance, die vertan wird, auf Generationen hinaus.

Stichwort Gesundheitspolitik: Die Zweiklassenmedizin ist schon da. Der Gesetzgeber sieht tatenlos zu, wie die wohlhabenderen Menschen am Gesundheitssystem partizipieren (Privatordinationen) und die ärmeren Schichten einfach davon abgeschnitten werden (nicht vorhandene Kassenärzte). Und das geschieht jetzt 2016. Der Ort, in dem ich lebe – es gibt Duzende ähnliche – hat bei 5000 Einwohnern einen praktischen Arzt und das Gesundheitssystem schafft es nicht innerhalb einiger Jahre einen weiteren Kassenarzt zu bekommen. Wozu mache ich dann Zugangsbeschränkungen bei der Ärzteausbildung, wenn von Ärzteschwemme in der Praxis nichts zu sehen ist. Wenn es die Ärztekammer und die Sozialversicherungen nicht schaffen, dann muss doch wohl die Politik eingreifen. Stattdessen Tatenlosigkeit allerorten und man lässt es einfach geschenen.

Stichwort Wissenschaft und Forschung: Die Elite der Wissenschaft in technischen Bereichen stammte einst aus unserem Land (Schrödinger, Pauli, Wagner Jaureg, Hess). Sie wurde durch das Dritte Reich vertrieben und nie wieder zurückgeholt. Forschung ist zur Auftragsarbeit verkommen. Die Rosinen werden von den Sponsoren rausgepickt und verwertet. Grundlagenforschung ist ein frommer Wunsch. Dem aufrichtigen Studenten werden fast im Jahrestakt Stipendien, Fristen, Wohnbeihilfen u.ä. gekürzt und das Angebot an sie wird permanent verringert. Schaut so eine zukunftsgerichtete Politik aus. Ich meine nicht.

Stichwort Föderalismusreform: Von Jimmy Carter sagt man, er habe in Zeiten großer weltweiter Konflikte die entscheidenden Politiker in einer Ranch eingeschlossen und erst nach Tagen, nachdem eine Einigung vorhanden war, wieder herausgelassen. Ob es stimmt ist nicht wichtig. Der Gedanke daran, die wichtigsten Entscheidungsträger 1 Monat lange auf einer entlegenen Almhütte einzusperren und erst wieder abzuholen, wenn die Föderalismusreform fertig ist, hat etwas sehr zuversichtliches an sich. Wie kann es sein, dass man seit fast zwei Jahrzehnten nicht von der Stelle kommt. Dass die Zuständigkeiten zwischen den Ländern und dem Bund bei jedem Gesetz komplizierter statt einfacher werde? Wie kann es sein, dass Bund und Länder einfach nicht vom Fleck kommen, weil keiner etwas von seiner Macht verlieren möchte? Oder sind es einfach zu viele Köche? Die Spitzen des Bundes und der 9 Länder sind doch nicht viele. Zugegeben mit etwas Sarkasmus verziert: Wenn wir keine Länder mehr hätten, dann wäre die Zahl der Köche wirklich überschaubar, was dem Staat gut tun würde.

Wir stehen vor unruhigen Zeiten. Vor uns viele Schlaglöcher. Wir müssen vor dem Schlagloch von der Bremse gehen. Dann kommen wir unbeschadet durch. Schluss mit Kleingeist und Zaudertum. Wir brauchen große Entwürfe und Mut Neues zu wagen. Bewahren ist zu wenig. Wir brauchen Optimismus und damit auch Erfolgserlebnisse. Damit können wir positiv in die Zukunft sehen.

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Entscheidender Machtkampf: Konzerne oder BürgerInnen?

Erstellt von ZisserF am Samstag 12. März 2016

hetaIm Selbstverständnis einer Gemeinde, eines Landes oder eines Staates hat sich seit etwa 1970 etwas Wesentliches verändert. Der Neoliberale Zuckerguss über der Gesellschaft macht uns weiß, dass ein Land ein Unternehmen ist. Mit Nichten, ein Land regelt das Zusammenleben der Menschen. Es erstellt die Regeln des Zusammenlebens. Es verwaltet die Rahmenbedingungen für die Lebensgrundlagen. Es beschützt und fördert die Bürger. Dazu braucht es Ressourcen und Geld. Alles was benötigt wird, gehört den BürgerInnen. Gewinne darf ein Land nicht machen, denn das würde heißen, dass es vom Eigentum der BürgerInnen zu viel ansammelt. Was geschieht mit Gewinnen? Werden sie angehäuft, verprasst oder gar einigen wenigen als Spielgeld überantwortet? Nein, es dürfen Rücklagen für schlechte Zeiten gebildet werden, wie es jedes verantwortungsvolle Elternpaar für seine Kinder versuchen wird aber es dürfen keine Gewinne im unternehmerischen Sinne gemacht werden.

Wenn nun die Heta-Gläubiger Nein zum Angebot des Landes Kärnten und des Finanzministeriums sagen, dann werden sie hoffentlich feststellen, dass beim Land nichts zu holen ist. Das Land hat so viele Ressourcen wie es gerade braucht. Ein Verpfänden ist nicht möglich. Es ist nichts zu viel da. Es ist alles was da ist für die BürgerInnen notwendig. Das Risiko das ein Unternehmen eingehen kann um seine Gewinne wieder zu verspekulieren, das darf ein Land nicht eingehen, denn es hat keine Gewinne. Die Gläubiger haben sich mit dem Land Kärnten bzw. Österreich einfach verspekuliert und werden durch die Finger schauen, vorausgesetzt die Politiker besinnen Weiterlesen »

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Riesenfehler Globalisierung

Erstellt von ZisserF am Mittwoch 3. Februar 2016

8Es ist eine fatale Mischung aus Neoliberalismus und Globalisierung auf (fast) allen Ebenen der Gesellschaft; sie bringt die Menschheit nahe dem Abgrund, weil sie die Natur nahe dem Abgrund bringt und wir Menschen aus evolutionärer Sicht uns mit Ausnahme der Gehirnleistung nicht von unseren tierischen Artgenossen unterscheiden. Wir können also als Organismus auch nicht besser mit den Veränderungen der Natur umgehen. Es ist eine Frage der Zeit, bis die Spezies Mensch auch zu den gefährdeten und schließlich ausgestorbenen Tierarten gehört. Man kann sagen, die Menschen sind irgendwann, an den sich zu rasch und radikal veränderten Umweltbedingungen gescheitert und ausgestorben. Denn um sich als Menschen an die Änderungen auf unserem Planeten, die wir jetzt in 200 Jahren geschafft haben, anzupassen, brauchen wir Menschen zig Generationen. So spielt sich Evolution eben ab. Zig Generationen, das sind locker einmal 50.000 bis eine halbe Million Jahre.

Bis dahin wird es noch dauern. Zu leiden beginnen viele Menschen aber bereits jetzt. Zu Leiden an der Natur und an den menschlichen Artgenossen. Unsere Vorfahren, die Affen und die Frühmenschen lebten und leben meist in Rudeln. Was kann in einem Rudel von Menschen in der Natur passieren? Es kristallisieren sich Alphatiere heraus, männliche oder weibliche, die durch ihre Stärke über die anderen herrschen und primär für die Nachkommen verantwortlich sind. Sie führen die Gruppe aber auch und verteidigen sie vor anderen Rudeln. Das alles ist Teil unserer Entwicklungsgeschichte. Durch unseren Intellekt haben wir es geschafft die Rudel quasi extrem zu vergrößern. Wir haben Dorfgemeinschaften gebildet, später Städte, Landstriche, Kulturen bis hin zu Kontinenten die wir beherrschend Weiterlesen »

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Dear Mr. Cameron,

Erstellt von ZisserF am Montag 1. Februar 2016

CameronDear Mr. Cameron,

sie ziehen die Notbremse für ihr soziales System. Halb Europa zieht die Notbremse wegen der Flüchtlinge. Immer auf die Schwächeren! Wie wär´s, wenn sie die britischen Steueroasen schließen würden und damit große Konzerne jene Steuern zahlen, die ihnen zustehen? Dann wären alle Budgetprobleme mit einem Schlag gelöst; in Großbritannien und Europa.

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Gemeinschafts – Kühlanlagen sind top!

Erstellt von ZisserF am Mittwoch 16. Dezember 2015

SAMSUNGDieser Tage schließt in meinem Wohnort eine Gemeinschaftskühlanlage nach 60 Jahren für immer seine Kühlfächer zu. Gebaut nach dem Krieg um Lebensmittel durch Tiefkühlung haltbar zu machen, hat das verstaubte Gebäude in den letzten Jahren immer öfter sich sagen lassen müssen, es sei einfach nicht mehr zeitgemäß. Innovation ist für all zu viele Menschen immer nur etwas Neues machen. Allzuoft wird dabei vergessen, dass das Weiterentwickeln auch Innovation ist und dazu meist viel nachhaltiger, da ressourcenschonender.

Modern ist, dass man alles selber hat. Nicht nur ein Tiefkühlfach im Haushaltskühlschrank, sondern auch einen Tiefkühlschrank und jetzt, da das Kühlfach nicht mehr existiert vielleicht auch noch eine Tiefkühltruhe. Das viele Hin- und Herfahren (mit dem Auto) ist zu aufwendig geworden. Wenn man was braucht, ist gerade dieses Stück Fleisch oder Gemüse in der Tiefkühlanlage. Jetzt ist Schluss damit, man holt sich alles heim. Die Häuser sind meist groß genug, dass Platz für ein neues Gefriergerät da ist. Am Geld scheitert es auch nicht. So wohl die Überlegung von denen, die mit der Zeit gehen. Ich zähle hier nicht dazu.

Betrachten wir eine Gemeinschaftskühlanlage genauer. Die Anlage steht seit fast 60 Jahren. Die Baulichkeit ist nahezu unverändert, vielleicht ein paar Fenster die erneuert wurden und ein Kühlaggregat das repariert wurde oder Teile ersetzt worden waren. Ein Kühlaggregat für Ein- bis Zweihundert Kühlfachbesitzer. Minus 16 Grad rund um die Uhr 24/7. Die laufenden Kosten; ein paar Dutzend Euro pro Jahr. Ein Musterbeispiel an Ressourcenschonung in Errichtung und Betrieb.

SAMSUNGBetrachten wir den Gefriefschrank zu Hause. Ohne ins Detail zu gehen, er hält sicher keine 20 Jahre. Meist ist die Dichtung nach 10 Jahren kaputt und mangels erhältlicher Ersatzteile oder scheinbar teurer Monteurstunden wird der Schrank immer mehr zum Energiefresser. Da er aber so schön in der Gesamtstromrechnung versteckt ist, merkt man es kaum – wenn man es nicht merken will. Außerdem ist er nach dem Kauf immer wieder neu und das ist das Schöne am “Einkaufserlebnis”. Die Menge an Metall, Motoren, Kunststoffschaum, die die 200 Kühlfachbesitzer in 60 Jahren als Müll abliefern, könnte – zur Veranschaulichung – einem Würfel mit einer Kantenlänge von 22 Metern entsprechen.

Innovation, das heißt übrigens für die noch zweite bestehende Gemeinschaftskühlanlage, dass eine Photovoltaikanlage angeschafft wird um weitere Kosten zu sparen und um den großen Beitrag zur Decarbonisierung (Asstieg aus fossilen Energieträgern), den die Anlage schon 60 Jahre geleistet hat, auch für die Zukunft noch gesteigert zu leisten. Bravo!!

In den Nachrichten hören, was die Weltgemeinschaft in Paris auf der Klimakonferenz beschlossen hat ist das Eine, in seinem eigenen Verhalten zu Versuchen ganz konkrete Verhaltensänderungen umzusetzen ist das Andere. Ich habe heute mein altes Kühlfach in mein neues Kühlfach in der zweiten Gemeinschaftskühlanlage umgeräumt.

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Mähwerk der Zukunft: Kuh, Pferd und Gans

Erstellt von ZisserF am Montag 7. Dezember 2015

weidetiereIch habe in den letzten Wochen zwei außergewöhnliche Landwirte getroffen. Beide stellen sich gegen die in den landwirtschaftlichen Bildungseinrichtungen kolportierten Credos, in denen die Ertragsoptimierung im Vordergrund steht. Beide stellen sich offen gegen die von der Landwirtschaftskammer vertretenen “Lehrmeinung” und Förderpolitik. Beide sehen ehrlich und aufrichtig die Natur als Partner, die es immer mehr zu schonen und zu schützen gilt, anstelle sie dauernd “über´s Ohr zu hauen”.

Der eine ist ein Schweinezüchter und Ackerbauer. Er prangert den sorglosen Umgang mit dem kostbarsten Gut in der Landwirtschaft an, dem Boden. Er bewirtschaftet seine Ackerflächen so, dass zu keiner Zeit des Jahres die Erde unbedeckt den Erosionen durch Wasser und Wind ausgesetzt ist und das geht auch. Zudem reduziert er die Bodenbelastung auf ein absolutes Minimum. “Es tut mir weh, wenn ich über den Acker fahre und unzählige Freunde unter der Erde damit vernichte. Die Würmer, Käfer und Mäuse, sind meine Verbündeten.” Die Erträge sind dabei nur geringfügig geringer als in der Insensivbewirtschaftung. An den Pranger stellt er neben der Lehrmeinung der Landwirtschaftsschulen, vor allem die Industrie, die landwirtschaftliche Maschinen und Geräte herstellt und diese auch möglichst vielzählig an den Mann/Frau bringen möchte. Dies gelingt unter der Verlockung, vermeintlicher Ertragssteigerungen. Verschwiegen wird, dass dabei auf lange Sicht die Böden unwiederbringlich kaputt gehen. Mit diesem Bewusstsein gehört er zu einer absoluten Minderheit unter den Landwirten. All zu viele lassen großmundigen Ankündigungen keine Taten folgen, sondern verstecken sich hinter dem Argument: Man müsse ja so intensiv wirtschaften um leben zu können, um gegen die Konkurrenz bestehen zu können usw. – die Leier, die dem Konsumenten schon seit Jahrzehnten vorgejammert wird. Die Landwirtschaft ist dabei, den Konsumenten als Partner zu verärgern, anstatt ihn als notwendigen Verbündeten mehr an sich zu binden, wenn nicht endlich auf mehr ehrliche Nachhaltigkeit gesetzt wird.

Der andere Landwirt ist ein Viehzüchter.  Er produziert hochwertige Milch durch Kühe, die ausschließlich mit Gras und Heu, also Grundfutter gefüttert werden. Er setzt kein Kraftfutter ein, ebensowenig wie Künstdünger oder Spritzmittel. Die Milchleistungen der Kühe ist deutlich unter denen der “Spitzenkühe”, jener Spezies, die ohne dem massiven Einsatz von Antibiotika nicht auskommt. Antibiotika, die über die Milch auch die menschlichen Säuglinge bereits bekommen. “Jeder weiß dass, keiner bringt es auf den Punkt. Die Milch, für die die Landwirte nur mehr 40 Cent und weniger bekommen, ist auch nicht mehr wert.” Seine Kühe sind, so oft es geht auf der Weide. Die Arbeit auf der Weide wird jedoch auf ein Minimum reduziert. Sein Mähwerk der Zukunft sind Kühe, Pferde und bald auch Gänse. Diese drei Gattungen ergänzen sich auf der Weide optimal. Was der eine nicht frisst, frisst der andere. So können weiden ohne aufwendige Handarbeit über Jahre fruchtbar gehalten werden. Ja und eine Wiese wird bei ihm über Jahre nur schonend bearbeitet, ein Nachsäen, wie es die Fördergeber alle paar Jahre vorsehen, wird von ihm boykottiert. Der Boden braucht es nicht, wozu also, auch wenn dadurch eine Stange an Förderung verloren geht.  Eine Investition hat der Bauer allerdings schon seit vielen Jahren getätigt. Eine eigene Ballenpressmaschine. Nur damit kann er selbst auf die Stunde genau bestimmen, wann das Gras die geeignete Konsistenz und Trockenheit hat, bevor es zu Ballen gewickelt wird. Es ist ein großer Qualitätsvorteil, der daraus für die Milch oder das Fleisch der Almoochesen, die er auch züchtet, entsteht. Sein Vorwurf gilt in erster Linie der Kammer und den landwirtschaftlichen Bildungseinrichtungen. Sie bezeichnen seine Wirtschaftsform als zurückgeblieben. Er spricht von zukunftsweisend und um Jahr voraus.

Mich würde brennend interessieren, was die landwirtschaftlichen Bildungseinrichtungen zu diesen Vorwürfen zu sagen haben und wie die Landwirtschaftskammern dazu stehen. Vielleicht bekomme ich eine Stellungnahme dazu.

Als interessierter Konsument muss ich derweil meinen beiden Landwirten auf allen Linien recht geben. Landwirtschaft ohne Nachhaltigkeit geht nicht und Nachhaltigkeit mit Intensivlandwirtschaft gibt es nicht.

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Musical Mozart – Revival in Wien

Erstellt von ZisserF am Samstag 17. Oktober 2015

mozartAn Opern wird keine Note verändert, für Musicals gilt das leider nicht. Das Gesamtresume des neuen “Mozart” Musicals im Raimundtheater kann man am Besten umschreiben mit – getuned und getrimmt auf mehr Zuseher. Die Qualität hat darunter eindeutig gelitten.

Zu den Details – Inszenierung: Die farbigen barocken Kostüme sind goldig-silbrigen eher farblosen und vielen schwarz – weißen einfachen Roben gewichen. Das Bühnenbild einfacher, vieles nur angedeutet, kein barocker Prunk, einfachste aber perspektivisch sehr gelungene projezierte Bilder auf gerader Leinwand, minimaler Technikeinsatz – von der Drehbühne abgesehen; der Sparstift wurde offenbar zum Zwecke der Minimierung der Kosten ordentlich angesetzt. Aus dem Zirkuswaagen der Weber´s ist – unnötigerweise – ein blumiger VW Bulli der 68iger geworden.

Musik: Die markanten, eckigen, schärferen und recht verschiedenen Arrangements der ersten Produktion sind fast zur Gänze dem typischen Einheitsbrei- Musicalsound gewichen. Die breiten Streichermischungen mit unscharf hinterlegten Bassautobahnen prägen die ständig aus Crescendo und Decrascendo bestehenden Sequenzen. Es fehlen Biss und Vielfalt. Einige markante Stellen wurden geopfert und durch neue Lieder ersetzt, die allesamt Durchschnittskost sind. Schade, dass ein gutes Musical nicht ebenso gegen allzugroße Veränderungen in den Partituren geschützt ist wie eine klassische Oper.

Der Cast: Sie bieten eine passable Leistung, gehören zu den Profis im Metier. Einzig Mozart schwächelt phasenweise ein wenig. Er ist über lange Phasen nicht in seiner Rolle. Seine weißen Kostüme und die Frisur sind gewöhnungsbedürftig. Er bewegt sich wenig variantenreich, schüttelt seinen kleinen “Mozart” immer wieder am Arm und kommt bei weitem nicht an die Größe seines Vorgängers Yngve Gasoy-Romdal aus 1999 heran.

Dramaturgie: Aus dem abwechslungsreichen Panorama des Lebens von Mozart ist eine reduzierte Story geworden in der Mozart am Ende weniger als Genie über allem schwebt, sondern eher als gescheiterter zwischen den Beziehung zu Mutter, Vater, Nannerl, Constanze und dem Grafen hervorgeht. Zu viel düstere Theatralik. Die Handlung klebt förmlich fest, auch immer wieder eingespielte Originalmusik – man sollte es kaum glauben – ändert nichts an der inhaltlichen Einbahnstraße aus Konflikten, Psychosen und sogar Anfällen von Wahnsinn. Sogar Constanze verschwindet flugs aus seinem Leben, kaum ist sie aufgetaucht.

Mir wird es mit dieser Inszenierung so gehen. Sie wird verschwinden. Bleiben wird – als eines der besten Musicals, die ich jeh erlebt habe “mein” Musical Mozart aus der Inszenierung von 1999 bis 2001.

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Neues Ministerium WAF

Erstellt von ZisserF am Samstag 12. September 2015

5Wie wär´s, nach den Bankenmilliarden für Hypo und Griechenland mal mit einer Flüchtlingsmilliarde? Ausgegeben ausschließlich um in den Staaten Afrikas, des Nahen Ostens (Ausnahme Israel und die Ölstaaten) und Zentralasiens die Wirtschaft und Gesellschaften zu stärken. Quasi als Wiedergutmachung für jahrhundertelanges Ausplündern derer Bodenschätze und Ressourcen. Als Wiedergutmachung für Kolonial- und Neokolonialpolitik und ruhig auch schon für die Schäden durch den Neoliberialismus. Dabei könnte man die Milliarde um eine weitere aus den Steuern von Multinationalen Konzernen erhöhen. Das Problem ist nur, dass diese Konzerne von den Finanzbehörden dieser Welt – auch von Österreich – ungeschoren bleiben. Ach ja und organisiert sollte das Ganze nicht vom Wirtschafts- (da würden die Gelder wieder in Österreich landen) oder Verteidigungsministerium (ist ethisch nicht vertretbar) werden, sondern von einem neuen Ministerium für Wiedergutmachung, Aufbau und Friedenssicherung (WAF) . Das wäre ein Gegenpol zur derzeitigen nationalen und internationalen Flickwerkpolitik, ein nachhaltiges Friedensprojekt und würde das Flüchtlingsthema – einzig richtig – bei der Wurzel packen.

(Foto: Bernd Schwabe in Hannover)

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Einfach überfordert

Erstellt von ZisserF am Dienstag 4. August 2015

Magdeburg, X. FDGB-Pokal, Hans Jürgen HeinschPolitiker und Politikerinnen (der überwiegende Teil) sind nicht faul, korrupt oder böse. Sie sind einfach überfordert. Mächtige neigen dazu beratungsresistent zu sein. Komplexe Themen werden nicht im Wesentlichen erfasst. Der Wille des Volkes nicht mehr wahrgenommen.
Es ist Zeit, dass der Souverän wieder das Ruder übernimmt. Der Souverän, dass sind wir Bürgerinnen und Bürger eines Staates. Wir wollen wieder direkt ins Geschehen eingreifen über die direkte Demokratie. Auf unseren Hausverstand können wir uns verlassen, das haben wir in Zwentendorf und in Hainburg bewiesen. Und selbst Fehlentscheidungen kann der Souverän immer wieder rückgängig machen.
Unser Hausverstand will, dass alle im Staat anteilsmäßig Steuern zahlen, auch Konzerne. Er will, dass nur die Zentralbank Geld macht und nicht Banken die daraus Gewinne ziehen. Er will, dass Leistung bezahlt wird und nicht das Geschäft mit Geld. Er will, dass Vermögen gleichmäßiger verteilt wird. Er will, dass viele Ressourcen allen zum Wohle gereichen und nicht Einzelnen. Er will, dass Zinsen, die dem kleinen Mann schaden und den großen Konzernen und der Finanzindustrie Vorteile bringen abgeschafft werden. Er will, dass niemand Geld mit Geld machen kann sondern nur mit Arbeit. Er will, dass der Staat über der Wirtschaft steht.
Euch Politikerinnen und Politikern braucht nicht bange zu werden. Wir brauchen Euch auch in Zukunft, um unsere Entscheidungen umzusetzen. Fragt uns und ihr werdet immer richtig liegen. Fragt uns und in unserer Demokratie wird wieder etwas weitergehen, zum Wohle aller. Euer Souverän.

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In Jahrtausenden entstanden, in 3 Generationen zerstört: Ackerboden

Erstellt von ZisserF am Sonntag 12. April 2015

Wir treten die Erde mit Füßen als ob sie unser Feind wäre. Das Geld ist uns Näher als die Mutter. Kostbarer Ackerboden braucht Jahrtausende bei der Entstehung. Wir beuten ihn in nur wenigen Generationen vollkommen aus, schlimmer noch, wir spülen ihn einfach weg oder lassen ihn vom Winde verwehen.

In meiner Kindheit  lief ich oft über eine riesig große Wiese. Dann wurde die Wiese geteilt und die eine Hälfte verpachtet. Der / die Bauern haben in der Folge fast immer nur Getreide, Mais oder Grünfutter intensiv darauf angebaut. Die Ackerfurchen verliefen immer in der vertikalen Richtung, sodass bei starkem Regen richtige Rinnsale entstanden und Boden weggespült wurde. Auch ohne Rücksicht auf die Bedeckung des Bodens wurde gewirtschaftet. Ein befreundeter Bauer sagte mir, dass man mit nahezu gleichem Ertragserfolg so wirtschaften kann, dass der Boden fast immer von Grün bedeckt ist und mann außerdem die Anzahl der Fahrten mit schwerem Gerät (Traktor) auch reduzieren kann um das Bodenleben zu schonen und Erosion von Boden einzudämmen.

Mit Traurigkeit sehe ich die vielen Feldmäuse jeden Frühling an denen sich Greifvögel und kleine Säugetiere laben und ihr Verschwinden ab dem Zeitpunkt, zu dem die großen Walzenreifen der Traktore den Boden und damit ihre Wohnungen plattdrücken. Wiesenbrüter wie der Kibitz sind vollkommen verschwunden, da ihre Brut keine Chance hat und extensive Wiesen Mangelware sind.

Zu den geteilten Wiesenhälften zurück. Heute ist zwischen der Wiese und dem Acker ein Höhenunterschied von einem Meter. Ein Kubikmeter kostbarer Ackerboden auf einem Quadratmeter Fläche innerhalb von 1 1/2 Generationen einfach wie beim Kloh “hinuntergespült”. Welch ein Fortschritt in der intensiven Landwirtschaft.

SAMSUNGEin Bach durch den mein Vater mit seinem ersten Auto gefahren ist, hat mittlerweile stellenweise eine Breite von 4 Metern und eine Tiefe von 2 Metern. Die Kröten, die im Frühling zu Tausenden von den Winterquartieren, den Erdlöchern in der Wiese über den Bach zum angrenzenden Teich gewandert sind um sich dort zu Paaren, die sind Geschichte. Wenn sie es von den Erdlöchern zum Bach schaffen, plumpsen sie hinein und sind damit gefangen und dem Tod preisgegeben. Die Wände der Ufer sind zu steil. Frösche kann man nicht zu Geld machen, sie sind bei uns keine Nutztiere, sie sind in den Augen so vieler “nutzlos”.

Wer füllt die zu Cannyons verkommenen riesigen Bachbette wieder auf? Wer verhindert die Hochwasserbildung? Wer stoppt endlich die Erosion von Erde?

Es gab doch beim Wald die Regelung in der Steiermark: Wenn 1 ha Wald gerodet wird, muss irgendwo 1 ha wieder aufgeforstet werden. Warum also auch nicht beim Boden: Wenn ein m² Boden versiegelt wird, muss irgendwo ein m² Versiegelung rückgebaut werden, das heißt zB durch Rückbauen von unzähligen parallel geführten Straßen, verschmälerung von Straßen, durch Rückbauen von Gehsteigen und Radwegen und Parkplätzen zu wasserdurchlässigen Split oder Steinoberflächen oder durch Abtragen von zu verfallen drohenden Häusern oder Gewerbebetrieben.

Ach ja und noch etwas: So wie der Wald für jedermann zugänglich sein muss, sollte auch jeder Bach und jeder See für jedermann zugänglich sein. Ein Uferstreifen von 2 bis 15 Metern, je nach Größe des Gewässers, sollte verstaatlicht, ja richtig gehört “der Öffentlichkeit einverleibt” werden um jedermann Zugang zu gewähren und um den Flüssen wieder mehr Raum zu geben um aus den Ufern zu treten und das mitgeführte Erdreich wieder abzulagern. Dem ständigen Diktat des freie Marktes müssen wir langsam beginnen entschlossen entgegentreten, wenn wir unseren Planeten nicht aufgeben wollen.

Manchmal denke ich mir wirklich, warum noch kein krankes Gehirn versucht hat die Luft zu privatisieren. Ich will´s nicht verschreien….

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Zwei-Klassen Kultur

Erstellt von ZisserF am Sonntag 14. September 2014

Staatsoper1Nehmen wir an, ich sei der Chef über ein erfolgreiches österreichisches Opernhaus oder Theater. Das Haus wird massiv von der öffentlichen Hand subventioniert. Die Qualität der Produktionen ist ausgezeichnet, das Haus äußerst gut ausgelastet. Besucherinnen und Besucher suchen sich im Spielplan Termine, finden im Online-Buchungssystem freie Plätze am gewünschten Abend und kaufen die Karten. Alles ist gut. Es kann vorkommen, dass manche Aufführungen schon wenige Minuten nach der Buchungsmöglichkeit im Online-System verkauft sind; auch gut. Dann komme ich auf die Idee den Kartenverkauf umzustellen. Ich vergebe erst einmal alles an eine ausgelagerte Gesellschaft. Nun kann der Besucher im Spielplan Termine finden, im Online-System nach freien Plätzen suchen und nur mehr Wunschplätze angeben und einen Buchungswunsch deponieren. Der Besucher hat also einerseits ein Echtzeit – Online Programm, das ihm Wünsche äußern lässt, buchen kann er dabei noch nicht. Die Karten werden nun “zugeteilt”. Es erinnert mich an Zeiten des Kommunismus in Osteuropa, auch dort ist alles nur “zugeteilt” worden. So weit, so nicht mehr gut. Der Besucher kann sich einen Wunschplatz aussuchen, ob er diesen Platz zugeteilt erhält, weiß er zu einem von ihm anzugebenden Datum. Die Verantwortung für die Wahrscheinlichkeit mit der ein Wunschplatz zugeteilt wird, wird auf den Besucher abgeschoben. Wer am Besten gleich ganze Karten-Kategorien statt einzelner Plätze auswählt, hat größere Chanchen einen Platz zu ergattern. Wie erfolgt nun  die Zuteilung der Karten? Im Kleingedruckten ist es  kaum zu finden. Wenn der Besucher nachfragt, so wird ihm die entsprechende Auskunft gegeben. Besucher können eine eigene Karte beantragen mit der sie quasi eine Art  Mitglied der Kartenverkaufsgesellschaft werden. Mit dieser Karte können sie auch eine Zahlfunktion verquicken. Nun zur Zuteilung: Wenn Sie keine Karte haben, sind sie als letztes dran.

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Werbefreier ORF

Erstellt von ZisserF am Samstag 30. August 2014

WerbungVerärgert durch die immer verstecktere und im Umfang zunehmende Werbung in fast allen ORF Angeboten, hat sich der folgende Mailverkehr ergeben:
An den Publikumsrat: Betreff “unerträgliche Werbung”! Wieso zahle ich Rundfunkgebühren und werde doch von Werbung an allen Ecken und Enden überflutet? Immer unerträglicher wird die Werbung, immer undurchsichtiger, immer penetranter. Produktplatzierung heißt das jetzt, warum nicht offen und ehrlich “Werbung”. Nun kann man auf der ORF Online Seite die lästigen flimmernden Werbebanner auch nicht mehr wegklicken. Ich fordere ein STOP der Werbung. Wo sind die Hörer- und Seherinteressen vertreten? Warum setzten sich meist nur die Unternehmerinteressen durch. Ich bin überzeugt davon, dass die Werbung die Mehrheit der Hörer/Seher nicht möchte. Fragt sie doch ein einziges mal offen und unbeeinflusst. Wenn ich mich wenigstens im Internet davon freikaufen könnte, dann würde ich zusätzlich Geld dafür zahlen dieser ständigen Bedrängung zu widersprechen. Ich fordere den Publikumsrat auf, etwas gegen die Übermacht der Werbung im ORF zu unternehmen! Gruß
Antwort an mich: Sehr geehrter Herr Zisser! Ihre Frage ist ganz einfach zu beantworten: Ohne Werbung könnte der ORF sein Programmangebot – das sind derzeit drei nationale und neun regionale Radioprogramme, vier Fernsehprogramme und ein umfangreiches Internet Angebot inklusive einer wachsenden Zahl von abrufbaren Sendungen in der TV-Thek – nicht finanzieren. Die Werbeeinnahmen machen beim ORF rund 30 Prozent des Budgets aus. Weiterlesen »

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Stimmt es, dass Du eine Ölheizung gebaut hast?

Erstellt von ZisserF am Mittwoch 30. Juli 2014

Oel2Ich arbeite in meiner Freizeit in mehreren Gruppen mit, die die Nachhaltigkeit oder die Bewahrung der Schöpfung zum Thema haben. Neulich traf ich einen Kollegen aus einer dieser Gruppen und unterhielt mich mit ihm. Plötzlich bemerkte ich eine leichte Unsicherheit in seinem Gesicht. Er überlegte und sagte schließlich:  “Du, jetzt muss ich dich ganz direkt etwas fragen: Stimmt es, dass Du eine Ölheizung gebaut hast?”. Punkt.

Es gibt in der Nachhaltigkeitsszene mehrere immer wieder gerne angeführte Beispiele für “extrem nicht nachhaltiges Handeln”. Konsumiere keinen Orangensaft, der wird unter größtem Wassereinsatz in wasserarmen Gegenden produziert. Kaufe keine weit weg produzierten Lebensmittel, sondern hochwertige Produkte aus der Region. Verwende hochwertige Geräte, die du reparieren kannst und nicht durch neue ersetzen musst und schließlich: Heize deine Wohnung, dein Haus mit Systemen, die die Energie aus erneuerbaren Trägern beziehen, kurz: heize ja nicht mit Öl oder Kohle! Ich stehe voll hinter diesen Beispielen.

“Stimmt es, dass Du eine Ölheizung gebaut hast?”. Da schwingt schon Weiterlesen »

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Wirtschaft oder Politik

Erstellt von ZisserF am Freitag 11. Juli 2014

OkonokratieEiner unserer Vorfahren, tausende Jahre vor unserer Zeitrechnung, in einer Siedlung – es war vermutlich ein Mann – nahm eines Tages 4 Pfosten, rammte sie in die Erde und umzäunte damit eine Fläche. Dazu sagte er: das gehört mir. Er wurde zum Habenden. Keiner der anderen riss die Pfosten wieder aus und sagte: Nein, du kannst heuer die Früchte ernten, die du gesät hast aber gehören tut das Land uns allen. Sie wurden zu Nichthabenden. Einer wurde zum Habenden, die anderen zu Nichthabenden. Fortan müssen die Nichthabenden mit den Habenden um ihr Auskommen feilschen, sie müssen sich “bekriegen” um von den Besitzhabenden etwas zu kriegen. So kann man sich die Vorläufer unserer jetzigen weltweiten Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung vorstellen. In unserer Demokratie hat man friedliche Werkzeuge gefunden um zwischen diesen beiden Lagern zu kommunizieren. Eine gegenseitige Abhängigkeit hat sich eingespielt. Vereinbarungen wurden und werden getroffen. Die Ur- Ungerechtigkeit bleibt aber bestehen. Der Anteil der Besitzenden ist im Vergleich Weiterlesen »

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Nein zur täglichen Turnstunde

Erstellt von ZisserF am Montag 30. Juni 2014

KindDie Jugend macht zu wenig Bewegung. Ob die zukünftige Lebenserwartung weiterhin, wie prophezeit, steigen wird, darf angesichts der Auswirkung von Bewegungsmangel auf die Gesundheit bezweifelt werden, von den psychischen Krankheitsbildern einmal ganz abgesehen. Familien bringen die Kinder immer schwerer weg von den elektronischen Medien, von der faulen Selbstbeschäftigung hin zu Bewegung und Sport, allein oder in Gemeinschaft. Arbeiten die Kinder oder Jugendliche im Familienverbund leisten sollen, sind für viele bereits ein exotisches Relikt aus einer “gesünderen” Zeit. Das Hinführen von Kindern zur Freude an Bewegung und Sport ist in erster Linie Aufgabe der Erziehung und damit der Eltern bzw. der Erziehungsberechtigten. Es gibt aber auch andere Einrichtungen, die diese Aufgabe unterstützend verstärken können. Sportvereine, teils ordentlich aus den öffentlichen Kassen gefördert, fallen mir da ein. Weiterlesen »

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Menschgewordene Tiere treiben ihr Unwesen

Erstellt von ZisserF am Dienstag 12. November 2013

DSCF2742Es ist unfassbar! Welche kranken Gehirne von menschgewordenen Tieren treiben in aller Öffentlichkeit ihr Unwesen? Welche produzieren und welche lassen gewähren? Es scheint als wären es weitere Zeichen, dass unsere westliche Hochkultur den Break Even Point endgültig überschritten hat und unsere Gesellschaft die Talfahrt antritt. Tabulosigkeit, Skrupellosigkeit, das Vergreifen an unserer Jugend… ich finde einfach keine Worte.
Es ist Sonntagabend zur Hauptsendezeit und im ORF läuft der Film “Die Tribute von Panem”. Weltbestseller sind die Bücher, die Filme auch sehr erfolgreich, wenn man den Berichten darüber glauben kann. Der Film erhielt 2010 beim Deutschen Jugendliteraturpreis den Preis der Jugendjury in der Altersgruppe zwischen 14 und 15 Jahre. Ich finde keine Worte.
Der Inhalt des Films: In einem Phantasieland werden von der Regierung “Hungerspiele” veranstaltet. Ein Dutzend Jugendliche und Kinder werden in einem umgrenzten Stück Land ausgesetzt. Ihr Ziel ist es, sich gegenseitig umzubringen, so dass am Ende nur eine Person überlebt. Die Szenen sind, verglichen mit manchen anderen Filmen mit Gewaltverherrlichung moderat, das Thema an und für sich lässt mir aber die Spucke im Mund vertrocknen. Man lasse es sich auf der Zunge zergehen: Kinder und Jugendliche spielen im Wald, nur ist es ein Spiel auf Leben und Tod. Makabres Detail am Rande: Die Kämpfe werden Landesweit im Fernsehen übertragen. Es ist ein Roman, sicher aber er ist ein Bestseller! Der Film läuft zur Hauptsendezeit im ORF, unreflektiert, unkommentiert. Weiterlesen »

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Natur – Forderungen im Klartext

Erstellt von ZisserF am Dienstag 26. Februar 2013

Seit ich ein Kind war, ging ich zum Schwammerl Suchen. Mit den Jahren lernte ich manche Waldgebiete ganz besonders zu  lieben. Jeder Hohlweg, jeder Baum kommt irgendwann bekannt und vertraut vor. Manches Schwammerlplatzerl, glaubt man, gehört nur einem selbst. Ich habe in meinem Leben Menschen lieb gewonnen, Tiere und ganz besonders Waldstücke. Für mich ist die Natur und der Wald so etwas wie Luft. Ich brauche sie zum Leben. Vielleicht geben sie mir recht, wenn ich sage: “Die Natur gehört allen Geschöpfen, denn sie besteht aus allen Geschöpfen”.

Kürzlich war ich wieder im Wald, in einem meiner Lieblingswaldungen. Ich war schockiert. Ein “Harvester” (Markenname), so nennt man moderne Holzerntemaschinen auf 6 oder mehr Rädern mit massiven Stahlketten, hatte den Wald durchforstet. Zurück blieb eine Wüste. Kein Grün mehr, nur Erdfarben und graues ausgetrocknetes Nadelwerk. Die Hohlwege zugeschüttet mit Resten und totem Holz. Äste, klein- und mittelgroß geknickt und über den Boden zerstreut, sodass ein Durchgehen unmöglich geworden ist. Ich weinte, als ich “meinen” geliebten Wald sah. Gleichzeitig kam in mir eine Wut hoch, angesichts der Zerstörung die ich betrachtete. Ja, ich kenne die Argumente der Befürworter solcher Vorgangsweise nur allzu gut: Man muss mit der Zeit gehen. Anders ist die Waldwirtschaft nicht rentabel. Das ist gar nicht schlecht für den Wald, sondern sogar gut. Es wächst dann alles noch besser. Es ist Dünger. Man kann die Zeit nicht zurückdrehen. Du kaufst ja auch Holzmöbel und Papier. Bla, bla, bla… Ich will diese Argumente der Marketinggurus und Geschäftsleute nicht hören. Ich will die Argumente der Natur hören, die mir einfach sagt: Schade. Ich möchte Anwalt der Natur sein. Aus, Schluss, Basta. Ich spreche jetzt Forderungen aus. Jeder kann mich mit Argumenten unterstützen oder dagegen sein.

Ich lebe in einer Demokratie und habe das Privileg meine Forderungen frei zu formulieren, was ich hier tue:
Ich bin für ein Verbot von Holzerntemaschinen ab einem gewissen Gewicht und in steilen Waldungen.
Ich bin gegen die Einzäunung von Waldstücken mit Zäunen, die Menschen nicht überwinden können (Tore, Türen, Leitern).
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Kunstprojekt – Genussessen

Erstellt von ZisserF am Donnerstag 24. Januar 2013

Wir reden von Genussregionen und von erstklassigen Lebensmitteln. Eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema “essen” bringt mich auf spannende Kunst – Ideen. Der Geruchsteppich, der unsere Nase rund um die Uhr streift, interessiert mich. Wie hängen der Geruchs- und Geschmackssinn mit der Umgebung zusammen. Wie sehr ist er beeinflussbar durch das Gesehene, das Gehörte, das Gefühlte. Viele Fragen die mich zu einigen Experimenten und zu aktiven Kunstinstallationsideen bewogen haben. Allesamt warten auf die Verwirklichung.

Gängemix: Die Gäste (Besucher) nehmen Platz an fein gedeckten Tischen. Die Menükarte wird präsentiert. Die Getränke und das Essen wird Gang für Gang aufgetragen. Die Gäste können jeweils kurz betrachten, werden aber aufgefordert nicht zu essen und nicht zu trinken. Es wird wieder abgeräumt bis das Essen beendet ist ohne einen Bissen geschluckt zu haben. Dann wird den Gästen Weiterlesen »

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Immanuel – kurz und bündig

Erstellt von ZisserF am Donnerstag 20. Dezember 2012

Jüngst habe ich wieder einmal die Bibel zur Hand genommen. Wie es in der Freizeit durchaus üblich ist, habe ich sie als “einfaches Buch” genommen, das man einfach liest. Ich habe sie nicht von Anfang bis zum Ende gelesen. In laß das Markusevangelium und die Apostelgeschichte in einem durch, ein Aufwand von ein paar Stunden. Wohl fast alle Kapitel und Verse waren mir bekannt aus Lesungen, Predigten und Einkehrtagen. Doch hat dieses Lesen in einem Stück, all diese einzelnen Fragmente zu einem neuen Ganzen schmelzen lassen. Darüber war ich überrascht. Mir wurde Vieles klar. Es ergaben sich neue Zusammenhänge, die ich zuvor noch nie bedacht hatte. Dieser Jesus bekam plötzlich – wie eine Rolle bei einem Theaterstück – ein Profil. Er wurde angreifbar wie ein Vogel, den man sonst immer nur hoch in der Luft schweben sieht und der plötzlich neben dir auf dem Arm eines Falkners sitzt und du kannst ihn in aller Ruhe betrachten und bestaunen.

Fragen wie: “Kann das sein, dass das so gewesen ist, damals vor 2000 Jahren? – die bisher immer verklärt in meinem Gehirn beiseitegeschoben wurden, die immer von der Prämisse “einfach glauben” überdeckt wurden, diese Fragen traten nun ohne Schminke aus dem Nebel hervor. Weiterlesen »

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Außergewöhnliche menschliche Fähigkeiten

Erstellt von ZisserF am Mittwoch 28. November 2012

 

Auf mich üben Geschichten von Menschen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten einen besonderen Reiz aus. Sie beflügeln die Fantasie. Sie lassen mich in die Welt der Tagträume abgleiten und mich als Teil des Geschehens erleben.

Die Legende erzählt von Romolus und Remus. Beide wurden von einer Wölfin aufgezogen. 1920 entdecken im Norden Indiens Jäger einen Termitenhügel. Sie trugen ihn ab und entdeckten einen Wolfsbau mit einer Wölfin, zwei Wolfswelpen und zwei etwa 8 jährigen Kindern. Die beiden Mädchen verhielten sich wie Wölfe, gingen auf allen Vieren und fletschten knurrend die Zähne. Sie wurden von Menschen aufgenommen, legten ihre Wildheit aber nie ab. Sie starben beide früh. Ihr Sehsinn war extrem gut ausgebildet. Wohl durch die Zeit in der dunklen Höhle konnten sie sich bei absoluter Dunkelheit schnell und sicher bewegen. Was für eine außergewöhnliche Fähigkeit, wenn auch ich sie hätte. Ich könnten Tiere im
Dunkeln beobachten, könnten Verbrecher ohne Nachtsichtgerät verfolgen und aufgreifen oder dunkle Winkel in den Großstädten sicherer machen. Es wäre wie ein Tarnnetz mit dem ich nicht gesehen werden kann, selbst aber gut sehe. Schon Harry Potter hat mich mit diesem Netz, das unsichtbar macht begeistert.

Aus dem 17. Jahrhundert wird vom „Lütticher Hans“ berichtet, der durch Kriegswirren als kleines Kind von den Eltern getrennt wurde und mehrere Jahre im Wald unter Tieren lebte. Nach seiner Rückkehr zur Zivilisation zeigte er einen hochempfindlichen Geruchssinn, den er allerdings nach einiger Zeit wieder verlor. 1920 wird in Indien ein kleines Kind gefunden, das Monate lang von einer Leopardin gesäugt wurde. Das Kind blieb sein Leben lang wild, lernte nie sprechen und beschnüffelte stets seine Umgebung. Jean-Baptiste Grenouille, die Hauptperson im Roman „Das Parfum“ hat einen Geruchssinn, der ihn dazu treibt ein Parfum Weiterlesen »

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Geschäftsidee III: “Medienpeitsche”

Erstellt von ZisserF am Dienstag 20. November 2012

Situation: Jean Ziegler beschreibt in seinen Büchern und Vorträgen; die Rettung der Gesellschaft, ja der Welt, könne durch ein Erstarken der Zivilgesellschaft vonstatten gehen. Im Grundansatz pflichte ich ihm bei. Diese Sichtweise impliziert, dass das Vertrauen in die Politiker nicht groß genug ist. Denn deren Aufgabe ist die Organisieren der Gesellschaft und deren Job muss dann wohl mangelhaft sein. Dieses “Gefühl”  dürfte auch dem Grundtenor in der Gesellschaft immer mehr entsprechen. Ich ergänze noch, dass die vermehrte Führung der Gesellschaft durch die Wirtschaft, auch ein Ausläufermodell ist. Doch was bleibt dann übgig? Wie soll sich die Zivilgesellschaft über die Familien- und Verwandtschaftsgröße oder über die ArbeitskollegInnen- und Facebookgemeindegröße hinaus organisieren? NGO´s, non gouvernement organisations sind nach meiner Empfindung derzeit das probateste Mittel um die Missstände in unserer Gesellschaft aufzuzeigen. Sie können mobilisieren und dann Druck aufbauen um Veränderungen durch die Politik  zu bewirken. Ihre Möglichkeiten sind – zugegeben – auch sehr begrenzt.  Mir fällt dazu ein organisatorisches Element ein, das klassische Kampagnenarbeit ergänzen oder vielleicht sogar ersetzen könnte. Es setzt da an, wo schwer erkämpfte mediale Aufmerksamkeit für eine gute Sache oft von den Widersachern der Akteure (meist aus der Wirtschaft) mit Unmengen an Geld für Inserate und Kampagnen wieder neutralisiert wird. Zudem ist dieses Werkzeug in Weiterlesen »

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Geschäftsidee II: “Seniorentelefon”

Erstellt von ZisserF am Dienstag 30. Oktober 2012

Situation: Unsere Gesellschaft ermöglicht es, immer älter zu werden. 100 jährige Menschen sind längst keine Seltenheit mehr. Doch es ist ein Unterschied ob jemand bis zu seinem Tode eigenständig und einigermaßen gesund leben kann oder ob er die letzten Jahrzehnte seines Daseins auf die Hilfe anderer angewiesen ist  oder gar ein sog.  Pflegefall ist. Seniorentrainings sind ein probates Mittel um das Altwerden zu begleiten und durch geistiges, körperliches, motorisches und kommunikatives Training den Alterungsprozess zu verlangsamen. Ziel ist es, möglichst lange in den eigenen vier Wänden, mit möglichst wenig Hilfe von Außen zu leben. Gegen die körperliche und geistige Alterung kann ich alleine oder in Gruppen Übungen machen, die diesen Prozess verlangsamen. Was ist aber mit dem schrittweisen Wegfall von Kommunikationsmöglichkeiten. Ältere Menschen verlieren ihre Partner, ihre Nachbarn, ihre Freunde. Die Zahl der Menschen mit denen sie kommunizieren ist oft auf wenige Verwandte aus dem engsten Kreis beschränkt oder auf Pflegekräfte. Einsamkeit und Depression können die Folge sein. Dabei ist das Reden und das Gehörtwerden ein enorm wichtiger Faktor, der das Wohlbefinden des alten Menschen beeinflussen kann. Man kann den Verlust an Kommunikationsmöglichkeiten kostengünstig über das Telefon kompensieren. Weiterlesen »

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Geschäftsidee I. – “Diät Abo”

Erstellt von ZisserF am Dienstag 23. Oktober 2012

Situation: Keinem Übergewichtigen ist es entgangen, dass neben Bewegungsmangel, die Zunahme von zu kalorienreicher Kost die Ursache für das Übergewicht ist. Man versucht weniger zu essen oder das Richtige zu essen aber es gelingt nicht. Im Restaurant ist die Versuchung zu groß den Teller leer zu essen, beim Selberkochen kommt man immer zu reichlich an und im Kaufhaus ist der Griff zur Nascherei zu verlockend. Im richtigen Zeitpunkt mit dem Essen aufzuhören ist viel schwerer als das zu essen, was da ist. Mit dem Nachfassen ist es genauso. Als selbst von Übergewicht meutretierter, kann ich davon ein Lied singen.

Bei Kuraufenthalten oder im Krankenhaus gelingt selbst schwer Übergewichtigen das Abnehmen. Warum? Weil das Essen 3 mal am Tag mit der gewünschten Gesamtkalorienmenge zur Verfügung gestellt wird, komme ich gar nicht in Versuchung mehr zu essen. Es ist nicht mehr da. Ich brauche mich nicht zu entscheiden. Es ist viel leichter nichts zusätzlich zu essen als permanent Weiterlesen »

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Du sollst nicht (Ideen) stehlen.

Erstellt von ZisserF am Montag 22. Oktober 2012

Es ist nachhaltig, wenn man auf das kollektive Wissen von Gruppen zugreift. Jeder Chef jede Führungsperson ist gut beraten, vor Entscheidungen viele Meinungen und Informationen einzuholen. Vereinsvorstände tun gut daran, vor der Organisation einer Veranstaltung sich mit den Mitgliedern auszutauschen um sich möglichst gut vorzubereiten. Viele Menschen haben auch viele Ideen, zumindest mehr als einzelne Personen es haben. Was aus den Ideen wird, ist eine andere Sache.

Nachdem mir auch immer wieder Ideen in den Sinn kommen, die durchaus als Geschäftsideen tauglich wären, bin ich auf der Suche nach Menschen, die damit etwas anfangen können. Menschen, die auf den Pool von Leuten und deren Ideen zB via Internet zugreifen. Die selbstständige Umsetzung von Geschäftsideen durch meine Person, scheitert dieser Tage an den nicht vorhandenen Ressourcen.

Ich habe mich im Internet auf die Suche nach Ideenbörsen, Ideenshops, Ideenladen und ähnliche Schlagworte gemacht. Der Großteil der Ergebnisse führte mich auf Seiten die Unternehmensgründer als Zielgruppe haben. Dort geht man davon aus, dass diese Gründer ihre eigene Geschäftsidee schon haben. Beratung wie man daraus ein profitables Geschäft macht, ist das Herz dieser Seiten. Des Weiteren kam ich Weiterlesen »

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Vertrauen – Kontrolle

Erstellt von ZisserF am Freitag 5. Oktober 2012

In Zeiten, an denen die Nachhaltigkeitsdiskussionen einen Hype an Aktivitäten in allen Lebenslagen verursacht haben, das war vor 5 bis 10 Jahren, da war es auch für viele Klein- und Mittelbetriebe ein Gebot der Stunde, freiwillige Verhaltensregeln aufzustellen. Nachhaltigkeitsberichte wurden – und werden noch immer – erstellt. Das Bekenntnis zu nachhaltigem Agieren schrieb man in Firmenleitbildern und Unternehmensleitfäden nieder. Auch börsenotierte Unternehmen hefteten sich an ihre Fahnen CSR zu pflegen oder sich dem “Corporate Governance Kodex” zu unterstellen.

In der Erziehung der Kinder gilt ein Grundgesetz: Fördere deine Kinder, gib ihnen Anreize, verstärke ihr Tun positiv aber zeig ihnen auch ganz klar die Grenzen ihres Tuns. Der Volksmund sagt: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Beim Geld speziell gilt sogar unter Freunden meist: Klare Rechnung, gute Freunde. Nun haben die Arbeiterkammer und die internationale Personalberatung Heidrick & Struggles Fakten auf den Tisch gelegt, wonach Österreichs börsennotierte Unternehmen in Europa Schlusslicht bei der Umsetzung von Corporate Governance sind, und das mit negativer Tendenz seit 2001. Vertreter der Börseunternehmen beharren nach wie vor auf der Freiwilligkeit in der Einhaltung solcher Regeln. Weiterlesen »

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Fußnotenmarketing

Erstellt von ZisserF am Montag 1. Oktober 2012

Es ist zwar nicht legitim aber manchmal tut es trotzdem gut, in den Klischees, die manche Berufsgruppen bedienen, zu wühlen.  Mein neuestes Beispiel: Die Marketingleute. Meist Juppies um die 30, in Nadelstreif, Designerklamotten und ausgestattet mit neuester Technik was Kommunikationsgerätschaften betrifft.  Sie reissen die Welt nieder, sind Meister im gegenseitigen Übertrumpfen durch Coolness und scheinbarer Ideenvielfalt.  Sie agieren ohne Rücksicht auf Verluste. Weder die eigene Gesundheit, noch die der Anderen wird geschont. Die Ideen für Slogans, Plakate und Kampagnen müssen sich abheben von denen des Mitbewerbs. Es kann nicht ausgefallen genug sein. Der Kunde muss eingefangen werden, getäuscht und geblendet. Wenn seine Verwirrung dann groß genug ist, muss ihm so menschlich wie möglich (scheinbar) geholfen werden. Wie strebt mir dieses Klischee zuwider und doch wird es in meinen Augen immer noch zur Genüge bedient.

Auf eine besondere Marketingfeinheit treffe ich immer öfter in diversen Zeitungsinseraten. Meist geht es um Autos. In großen Lettern ist da ein Mittelklassewagen zu sehen der von den Buchstaben €9.990,- flankiert wird. Ein Wagen der gehobenen Klasse ist geschmückt mit € 19.990,-. Wie viele Menschen sehen den Preis, den Wagen und sie befällt ein gutes Gefühl. Das diese tollen Autos so extrem billig sind, beeindruckt. Nicht jeder will gleich kaufen aber für die nächste Kaufentscheidung in 1 oder 3 Jahren, muss man sich das merken. So geht das Kalkül der Marketing Schlaumeier auf. Ich schaue genau. Neben dem Preis ist ein fast nicht Weiterlesen »

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Geburtstagsfeier Fezi 50

Erstellt von ZisserF am Sonntag 29. Juli 2012